Zum 290. Todestag von Sir Isaac Newton
Der Alchemist, der die Welt veränderte
„In der Wissenschaft gleichen wir alle nur den Kindern, die am Rande des Wissens hier und da einen Kiesel aufheben, während sich der weite Ozean des Unbekannten vor unseren Augen erstreckt.“ (Sir Isaac Newton)
Die Sache mit dem Fallobst
Isaac Newton wurde am 4. Januar 1643 in Woolsthorpe-by-Colsterworth im englischen Lincolnshire als Sohn eines erfolgreichen Schafzüchters und Inhaber des Titels Lord of the Manor geboren. Sein Vater starb noch vor seiner Geburt. Seine Mutter heiratet 1646 zum zweiten Mal. Isaac blieb bei seiner Großmutter, die ihn zunächst groß zieht.
Nach dem Tod des Stiefvaters kehrte die Mutter nach Woolsthorpe zu ihrem Sohn und ihrer Mutter zurück. Neun Jahre waren sie getrennt, was als Grund für seine schwierige Psyche genannt wird. Nach der Kings School in Grantham besuchte er mit 18 Jahren das Trinity College in Cambridge, wo er seinen Abschluss mit Bestnoten machte.
1660, so soll es Newton 1726 dem späteren Newton-Biografen William Stukeley erzählt haben, saß er im Garten von Woolsthorpe Manor und grübelte vor sich hin, als er einen Apfel vom Baum fallen sah. Er fragte sich, warum der Apfel stets senkrecht zum Erdmittelpunkt und niemals seitwärst oder aufwärts fiel. In der Materie müsse eine ziehende Kraft liegen, so erklärte es sich Newton damals.
Stich ins eigene Auge
1665 wurden Newton und seine Kommilitonen wegen der Beulenpest, die zu dieser Zeit in Cambridge grassierte, nach Hause geschickt. Das rettete ihnen nicht nur das Leben. Die folgenden zwei Jahre bezeichnete Isaac Newton selbst als den Höhepunkt seiner Forschungen.
Er widmete sich vor allem der Optik, Algebra und Mechanik und entwickelte die Integral- und Differentialrechnung. 1669 kehrte er an das College zurück und wurde Lehrer für Mathematik. Später unterrichtete Newton auch Optik, wo er sich vor allem mit der Lichtbrechung befasste. 1672 baute er ein Spiegelteleskop, das er der Royal Society in London vorführte.
Überlieferungen besagen, dass er sich zu Forschungszwecken selbst mit einer Nadel in den Augapfel stach, da man zu dieser Zeit vermutete, das Auge würde Licht erzeugen oder aufnehmen. Die Vermutungen konnte er damit nicht bestätigen.
Grundgesetze der Bewegung
Kritik an seiner Arbeit oder Streitereien gingen Newton sehr nahe. Er galt als emotionaler Mensch. So wandte er sich Schritt für Schritt von der wissenschaftlichen Gemeinde ab und forschte nur noch allein.
1678 erlitt er bei einem Streit einen Nervenzusammenbruch. Als kurze Zeit später seine Mutter starb, zog er sich ganz aus der Öffentlichkeit zurück.
Die folgenden sechs Jahre verbrachte Newton voller Selbstzweifel in freiwilliger Isolation. 1684 kehrte er langsam in den Alltag zurück und legte in seiner Schrift "Philosophiae Naturalis Principa Mathematica" den Grundstein für seine größte Entdeckung.

