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Erfinder des elektrischen Stuhls: Thomas A. Edison (Bild: Brady-Handy Photograph Collection, Library of Congress)
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170. Geburtstag von Thomas Alva Edison

Genialer Zweitverwerter

09.02.2017

„Ich bin ein Schwamm, denn ich sauge Ideen auf und mache sie nutzbar. Die meisten meiner Ideen gehören ursprünglich anderen Leuten, die sich halt nicht mehr die Mühe gemacht haben, sie weiterzuentwickeln.“ – Thomas Alva Edison

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Geschäftsmann mit zwölf Jahren

Thomas Alva Edison wurde am 11. Februar 1847 in Milan, Ohio, als eines von sieben Geschwistern geboren. Während Edisons Schulzeit hielten die Lehrer nichts von ihm, sie nannten den schwerhörigen Jungen einen Hohlkopf. Seine überragende Intelligenz erkannten sie nicht. Edisons Mutter nahm ihren Sohn nach nur wenigen Monaten aus der Schule und unterrichtete ihn selbst.

Bereits mit zwölf Jahren verdingte sich Edison als Trainboy und verkaufte Süßigkeiten an Zugreisende, um Geld für chemische Experimente im Keller seines Vaters zu verdienen. Dabei entwickelte er sehr früh einen Sinn fürs Geschäft. Er ließ andere für sich arbeiten und saß selbst lesend im Gepäckwagen. Dort richtete er sich ein kleines Labor ein, um das Gelesene sofort mit Experimenten in die Praxis umsetzen zu können.

Seine eigene Zeitung verkaufte er ebenfalls im Zug. Mit 16 Jahren war er bereits ausgebildeter Telegraph und reiste durch die USA.

Beginn einer großen Erfinderkarriere

Gerade mal 21 Jahre war Edison alt, als er 1868 seine erste Erfindung zum Patent anmeldete: einen elektromechanischen Stimmzähler zur Beschleunigung von Abstimmungen. Wegen mangelnder Nachfrage wurde die Erfindung zum wirtschaftlichen Flop. Für Edison war das eine Lehre für sein weiteres Geschäftsleben.

Er machte sich früh Gedanken darüber, wie auf welchem Weg sich Innovationen erfolgreich am Markt platzieren und verkaufen lassen – ein entscheidender Vorteil gegenüber anderen Erfindern seiner Zeit. Es gelang ihm, finanzkräftige Investoren von seinen Ideen und den wirtschaftlichen Perspektiven der Produkte zu überzeugen.

Seitdem galt er nicht nur als technischer Pionier mit Schwerpunkt auf Elektrizität und Elektrotechnik, sondern auch als kluger Geschäftsmann – allerdings nicht als der Erfolgreichste seiner Zeit.

Patente und Prozesse

Lange hielt man Thomas Alva Edison für den Erfinder der Glühlampe. Doch das wurde inzwischen widerlegt. Er hat die Glühlampe perfektioniert, erfunden hat sie jedoch ein anderer. 1880 ließ er die Glühlampe in den USA patentieren – zu einer Zeit, in der es dort noch kein Stromnetz gab.

Im Gegensatz zu vielen anderen Erfindern vermarktete Edison seine Erkenntnisse erfolgreich und investierte zusätzlich in die Errichtung von Stromnetzen und Kraftwerken und die Produktion von Schaltern und Kabeln.

Im Laufe der Jahre ließ Edison 1.093 Erfindungen in den USA patentieren. Bis Oktober 1910 wurden im Ausland 1.239 Patente angemeldet, 130 davon in Deutschland. Die vielen Patente machten es anderen Wettbewerbern schwer, neue Produkte zu entwickeln, ohne ein Edison-Patent zu verletzen. Immer mehr Patentprozesse wurden angestrengt, doch bis heute ist kein Fall bekannt, im dem Edison verlor.


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Autor
Name: Antje Schubert