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Wernher von Braun 1941 in Peenemünde (Bild: Bundesarchiv)
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40. Todestag von Wernher von Braun

Raketen für Hitler und Kennedy

13.06.2017

„Dieselben Naturkräfte, die uns ermöglichen, zu den Sternen zu fliegen, versetzen uns auch in die Lage, unseren Stern zu vernichten.“ Wernher von Braun

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Von 1970 bis 1972 leitete von Braun das neugeschaffene Planungsbüro der NASA. Er setzte sich für die bemannte Mars-Mission ein, die jedoch an Finanzierungsproblemen scheiterte. Weiterhin arbeitete er an einer technischen Vereinfachung des Space-Shuttle-Systems, das damals deutlich größer und komplexer geplant war.

Abschied von der NASA

Wegen anhaltender Budgetkürzungen wuchs bei von Braun die Unzufriedenheit mit der NASA. 1972 wechselte er deshalb als Vizepräsident des Luft- und Raumfahrtkonzerns Fairchild in die Privatwirtschaft.

Seine Dienstreisen führten ihn häufig ins Ausland, bei denen er unter anderem die indische Premierministerin Indira Gandhi, den Schah von Persien und den spanischen Thronfolger Juan Carlos traf. 1975 wurde er Mitglied des Aufsichtsrats von Daimler Benz.

Wernher von Braun vor den Triebwerken einer Saturn V1973 diagnostizierten Ärzte bei einer medizinischen Routineuntersuchung Krebs. Nach erfolgreicher Operation konnte er bereits wenige Wochen später wieder arbeiten. Zwei Jahre nach der Genesung fand man bei einer Nachuntersuchung einen Dickdarmtumor und entfernte diesen ebenfalls. Der Gesundheitszustand von Brauns verschlechterte sich jedoch stetig.

Am 31. Dezember 1976 trat er in den Ruhestand. Am 16. Juni 1977 erlag Wernher von Braun seiner Krebserkrankung in Alexandria im US-Bundesstaat Virginia.

Ehrungen, Benennungen und Umbenennungen

  • 8. Juli 1943: Ernennung zum Professor
  • 29. Oktober 1944: Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern
  • 1959: Auszeichnung mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland
  • 1969: Auszeichnung mit der Wilhelm-Exner-Medaille
  • 1970: Auszeichnung mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
  • 1975: Auszeichnung mit der Goldenen Medaille der Humboldt-Gesellschaft
  • 2010: 3. Wernher-von-Braun-Memorial-Symposium der US-amerikanischen Astronautenvereinigung an der University of Alabama in Huntsville
  • Reliefporträt in der Haupthalle des Flughafens Berlin-Tegel
  • 1974 hielt er insgesamt 25 Ehrendoktortitel (USA und Deutschland)
  • 1994: Mondkrater von Braun durch Internationale Astronomische Union nach ihm benannt
  • 2013 Umbenennung des Wernher-von-Braun-Gymnasiums in Friedberg in Staatliches Gymnasium Friedberg
  • 2014 Umbenennung der Wernher-von-Braun-Straße in Memmingen in Rudolf-Diesel-Straße
  • 2015 Umbenennung der Wernher-von-Braun-Schule in Neuhof in Johannes-Kepler-Schule

Bild oben rechts: Wernher von Braun in Peenemünde 1941 (Bild: Bundesarchiv)
Bild mitte links: Modell einer V2-Rakete in Polen
Bild mitte rechts: Wernher von Braun in seinem Büro  in den USA (Bild: NASA)
Bild unten links: Wernher von Braun und John F. Kennedy in Cape Canaveral (Bild: NASA)
Bild unten rechts: Wernher von Braun vor den Triebwerken einer Saturn V (Bild: NASA)


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Autor
Name: Antje Schubert