Auszubildendenzahlen 2023
Mehr Nachwuchs für die E-Handwerke
Im vergangenen Jahr legte der Auszubildendenbestand erneut leicht zu. Besonders erfreulich ist, dass die Zahl der Neuverträge um 3,9 % stieg. Beachtliche Zuwächse gab es auch bei den weiblichen Azubis – hier wurde ein Wachstum von 21,6 % verzeichnet.
Grund hierfür sind sicherlich auch Energiewende und Elektrifizierung, in deren Zug e-handwerkliche Dienstleistungen – klassische wie die Elektroinstallation ebenso wie die sogenannten „grünen Technologien“, zum Beispiel die Installation von Photovoltaik-Anlagen, Wärmepumpen, Speichern oder Ladeinfrastruktur für Elektromobilität – wieder stärker ins Blickfeld gerückt sind. Auch, dass E-Handwerker durch Digitalisierung und Energiewende in der Öffentlichkeit immer stärker als Fortschrittmacher und Klimaschützer wahrgenommen werden, könnte dem Berufsbild weiteren Auftrieb gegeben haben.
Neuer Beruf kommt an
Eine positive Entwicklung zeigt sich aber auch im noch relativ neuen Beruf „Elektroniker/-in für Gebäudesystemintegration“ (GSI). 348 angehende Vernetzungsspezialisten befanden sich 2023 in einer Ausbildung. Dass die Zahlen vergleichsweise niedrig sind, hat mehrere Gründe: In dem Beruf wird erst seit 2021 ausgebildet. Zudem richtet sich das nicht als Mengenberuf angelegte Berufsbild explizit an Abiturienten/-innen und Studienumsteiger/-innen. Und last but not least: Bis neue Berufsbilder ausreichend bekannt sind und auch von Schulen und Berufsberatungen kommuniziert werden, dauert es erfahrungsgemäß einige Zeit. Umso erfreulicher ist es, dass 2023 bei den Neuverträgen im Bereich des GSI ein Wachstum von 13,1 % verbucht werden konnte. Konkret heißt das: Im vergangenen Jahr begannen 173 junge Leute eine Ausbildung in diesem Berufsbild (+ 20 Auszubildende in 2022: 153).
Drei Berufsbilder rückläufig
Die anderen Berufsbilder verzeichneten im vergangenen Jahr eher rückläufige Zahlen. Den größten Rückgang im Hinblick auf den Gesamtbestand gab es mit 9,9 % beim Berufsbild „Elektroniker/-in Fachrichtung Automatisierungs- und Systemtechnik“ (2022: 1.299 Auszubildende; 2023: 1.171). Bei den Neuverträgen wiederum war der prozentuale Rückgang im Beruf „Elektroniker/-in für Maschinen und Antriebstechnik“ mit 1,7 % am größten.

