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Eine Reduzierung des „Schilderwaldes" verbessert die subjektive Wahrnehmung von Gefahrenhinweisen (Quelle: J. Schäfer)
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Aus dem Facharchiv: Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit, Betriebsführung

War der tödliche Unfall in einer Mittelspannungsanlage vermeidbar?

05.08.2019

Wenn ein qualifizierter Sicherheitsbeauftragter, der zudem jeden Tag engagiert „Sicherheit lebt“, über ausreichende Praxiserfahrungen verfügt und ständig Schulungen besucht, aber dennoch aus Unachtsamkeit tödlich verunglückt – so wirft das viele Fragen auf. Mit der Analyse des tragischen Störlichtbogenunfalls soll versucht werden, Antworten auf diese Fragen geben.

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Sobald der Faktor „Mensch“ ins Spiel kommt, öffnet sich die Schere so weit, dass ein Ende des Betrachtungsfeldes nicht absehbar ist. Der Mensch ist ebenso komplex wie vielfältig. Damit erscheint eine umfangreiche psychologische Verhaltensanalyse von Menschen als unablässig. Das zeigt Bild 3 mit den möglichen Unfallursachen in der gesamten Komplexität und Schwierigkeit der Bewertung.

Fehlende Kenntnisse – 
nicht Hauptunfallursache

Häufig wird davon ausgegangen, dass die fehlenden Kenntnisse meist die Hauptunfallursache darstellen. Das ist ist schlichtweg falsch. Deshalb seien hier drei Fragen mit den dazugehörigen Antworten gestattet:

  1. Sind Kenntnisse eine Voraussetzung für sicheres Arbeiten? Antwort: Eindeutig ja, wer die Verkehrsregeln oder die Bedeutung von Verkehrsschildern nicht kennt, kann zwar Auto fahren, es wird aber nicht lange gut gehen.
  2. Ziehen fundierte Kenntnisse automatisch ein Verhalten oder sogar eine entsprechende Einstellung nach sich? Antwort: Eindeutig nein. Wenn dem so wäre, dann dürften Ärzte nicht rauchen oder Alkohol trinken. Wie schädlich das für die Gesundheit ist, lernen Ärzte bereits im Grundstudium.
  3. Muss man für alle sicheren Handlungen immer fundierte Kenntnisse haben? Lassen wir nicht sehr häufig auch den normalen Menschenverstand walten? Antwort: Ganz sicher ist das so. Jugendliche im Alter zwischen 18 und 23 Jahren, die im Besitz einer Fahrerlaubnis sind, haben durch die Ausbildung und Prüfung oftmals sehr gute Kenntnisse um den Straßenverkehr. Es ist aber dennoch jene Altersgruppe, die die meisten Unfälle verursacht.

Fazit:Die Hauptunfallursache ist das fehlende Sicherheitsbewusstsein in seiner gesamten Komplexität.

Wochenleistungskurve

Die Wochenleistungskurveverläuft bei jedem Menschen unterschiedlich. Ihr durchschnittlicher Verlauf zeigt an, dass bei den meisten Menschen die Leistungsfähigkeit am Wochenanfang und zum Ende der Arbeitswoche hin am niedrigsten ist, aber in der Wochenmitte am höchsten. Diese Kurve wird durch zahlreiche Faktoren beinflusst. Sie wirken bei jedem Menschen unterschiedlich. Faktoren sind zum Beispiel:

  • persönliche Ereignisse
  • Wetter
  • Gesundheitszustand
  • Alter
  • Betriebsklima: Chef, Kollegen
  • Dauer der Arbeit
  • physische und psychische Belastung in der Arbeit.

Unfallauswertung

In Auswertung des Unfalls wurden die folgenden Arbeitsschritte eingeleitet:


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