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(Bild: K.-U. Häßler/stock.adobe.com)
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Strompreise

Eon-Innogy-Deal – Deutscher Energiemarkt vor Wende

13.03.2018

Energieriese Eon will die grüne RWE-Tochter Innogy übernehmen. Damit verschwindet ein Player vom Markt. 5.000 Arbeitsplätze sind gefährdet. Droht dem Verbraucher der Strompreisschock?

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Genau geprüft werden sollten laut Chef des Verbraucherzentralen-Verbands (VZBV), Klaus Müller, die Konsequenzen für die Endverbraucher. Die Preise dürfen nicht noch weiter ansteigen, erklären die Verbraucherschützer. Da Innogy ein teurer Grundversorger sei, gehe man von sinkenden Strompreisen aus. Die Kartellbehörden müssten hier jedoch genauer hinschauen, denn Eon beliefert 20 Millionen Kunden.

Die Kommunen in NRW sind mit etwa 20 Prozent Anteilen wichtige Aktionäre bei RWE. Sie stehen hinter der Aufteilung der Konzerne in die verschiedenen Aufgaben und bewerten den neuen Weg strategisch und aus finanzieller Sicht positiv. Eon werde damit ein indirekter Partner der Kommunen.

Ökostrom-Marktführer Lichtblick hat hingegen eine konträre Sichtweise auf die Ereignisse und reagiert besorgt. Der neue Mega-Konzern wird eine große Marktmacht erhalten, was dauerhaft zu höheren Strompreisen für die Verbraucher führen könnte. Durch die Fusion sei der Wettbewerb gefährdet. Ob es so kommt, weiß man jedoch nicht.

Claudia Kemfert, Energieökonomin vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) äußerte gegenüber dem Handelsblatt: „Die Befürchtung teile ich nicht unmittelbar, da die Konzentration von potenzieller Marktmacht in erster Linie durch Eon und den Zukauf der Netze entstehen kann“. „Dieser Bereich ist aber reguliert und somit können überhöhte Strompreise durch kluge Regulierung verhindert werden, was aber leider unabhängig von der Marktstruktur derzeit nur unzureichend stattfindet“, so Kemfert weiter.

Letztlich müssen die Kartellbehörden dem Deal zustimmen. Das wird möglicherweise nur unter Auflagen zum Schutz der Verbraucher geschehen.


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Autor
Name: Antje Schubert