150. Todestag von Michael Faraday
Vom Luftballon zu physikalischen Gesetzen
„Ich weiß nicht, für was das einmal gut sein wird. Aber ich weiß, dass Sie Steuern darauf nehmen werden.“ – Ein Zitat von Faraday, das noch heute Gültigkeit besitzt.
Auf Bestreben Dumas wurde er im Jahr 1844 eines von acht Auslandsmitgliedern der französischen Académie des sciences. Es folgten die Aufnahmen als auswärtiges Mitglied in die Bayerische Akademie der Wissenschaften 1847, im Jahre 1857 in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina und 1864 die letztmalige Ehrung durch die Società Reale di Napoli, die ihn als assoziiertes Auslandsmitglied führte.
Von der Royal Society erhielt Faraday zu Lebzeiten mehrfach die Copley- und die Rumford-Medaille sowie die Royal Medal. Er wurde außerdem mit dem preußischen Verdienstorden Pour le Mérite geehrt.
Der Internationaler Elektrikerkongress beschloss am 22. September 1881 in Paris, die Einheit für die elektrische Kapazität Farad zu nennen. Der Mondkrater Faraday und der Asteroid Faraday erhielten ihm zu Ehren seinen Namen.
Im Jahr 1991 gab die Bank of England in Großbritannien eine neue 20-Pfund-Sterling-Banknote mit dem Bildnis Faradays aus, die bis 2001 gültiges Zahlungsmittel war.
Verschiedene Preise wurden nach Michael Faraday benannt, wie beispielsweise die Faraday-Medaille (IOP), Faraday-Medaille (IEE) und der Michael-Faraday-Preis der Royal Society.
Faradays Labortagebücher, Tagebücher, Commonplace-Books, Notizen, Manuskripte, Bücher und Briefe sind vermutlich der umfangreichste Nachlass eines Naturwissenschaftlers. Sie umfassen etwa 30.000 Experimente.
Michael Faraday befasste sich bereits zu Lebzeiten mit der Verwaltung seines Nachlasses und gab 1855 der Royal Institution erste Anweisungen, wie mit seinen Labortagebüchern, Sonderdrucken und anderen persönlichen Dingen zu verfahren sei. Seine Frau Sarah übergab dem Institut nach seinem Tod weiteres Material. Dem Trinity Haus überließ sie Akten und Arbeiten für die Behörde, die sich heute in der Guildhall Library in London befinden.
Weiteres Material des Naturwissenschaftlers gab seine Witwe zur Erinnerung an Freunde und Verwandte. Ende 1915 gelangte ein Teil der Manuskripte in den Besitz der Institution of Electrical Engineers.
Etwa 4.800 Briefe sind von Faradays Korrespondenzen erhalten geblieben, die sich in 230 Archiven auf der ganzen Welt befinden.
Bild oben links: Faraday etwa 1842 (Ölgemeälde von Th. Phillips)
Bild oben rechts: Buchhandlung Ribeau
Bild mitte links: Arbeitszimmer im Royal Institution of Great Britain
Bild mitte rechts: Faradays Chemiekiste (Quelle: Mrjohncummings, CC BY 2.0)
Bild unten links: Michael Faraday (Quelle: Kikiseslomaximo, CC BY 4.0)

