
Aus dem Facharchiv: Leseranfrage
Notstromversorgung mit Generator am Traktor
Wie sind Notstromversorgungen in landwirtschaftlichen Betriebsstätten auszuführen und welche Anforderungen werden dabei an die Erdung gestellt?
Wenn der Neutralleiter und der Schutzleiter auch schon beim Generator miteinander verbunden sind, ist das kein Nachteil, weil dadurch nur eine Parallelschaltung dieser beiden Leiter vorliegt. Die Verbindungsstelle beim Umschalter in der ortsfesten Anlage ist der Ausgangspunkt des TN-S-Systems als System nach Art der Erdverbindung!
Zu 4. Der Gedanke bezüglich der erforderlichen Eigenschaften des FI-Schutzschalters („RCD“) ist richtig. Dieser ist nicht vorgeschrieben. Er darf wegen der in der Antwort zu 3. beschriebenen Verbindung des Schutzleiters mit dem Neutralleiter nur in Energiefließrichtung hinter dem Umschalter eingefügt werden, siehe Bild. Sonst würde er bei einem Körperschluss nicht auslösen.
Literatur:
[1] DIN EN 60309-2 (VDE 0623-2):2013-01 Stecker, Steckdosen und Kupplungen für industrielle Anwendungen – Teil 2: Anforderungen und Hauptmaße für die Austauschbarkeit von Stift- und Buchsensteckvorrichtungen.
[2] Hering, E.: Notstromversorgung mit Aggregat und Umschalter. Elektropraktiker, Berlin 66 /2012) 4, S. 310–313.
[3] Hering, E.: Klemme in der Umschalteinrichtung für Notstrom. Elektropraktiker, Berlin 67 (2013) 5, S. 345.
[4] Hering, E.: Umschalter für eine Notstromversorgung mit Aggregat. Elektropraktiker, Berlin 68 (2014) 7, S. 559.
[5] Hering, E.: Notstromversorgung durch Traktor-Generator. Elektropraktiker, Berlin 69 (2015) 1, S. 24
Autor: E. Hering
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