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Elektrotechnik | Schutzmaßnahmen

Bad-Steckdose ohne Fehlerstromschutz

ep1/2015, 3 Seiten

Im Bad eines Einfamilienhauses, das vor etwa 40 Jahren in der ehemaligen DDR errichtet wurde, habe ich bei Überprüfungsarbeiten eine Steckdose vorgefunden, deren Schutzkontakt nicht angeschlossen ist. Es sind ausschließlich zweiadrige Leitungen vorhanden. Das Bad wurde vor relativ langer Zeit neu gefliest und ist optisch in gutem Zustand. Scheinbar sind die Leitungen wie vorgefunden belassen und die Steckdose nach dem Fliesen wieder eingebaut worden, ohne die Schutzmaßnahme zu prüfen. Die Bewohner sind über 80 Jahre alt und haben eine Neuinstallation abgelehnt. 1. Ist es zulässig, hier die schnelle Nullung mittels einer Brücke zwischen PE- und N-Klemme der Steckdose anzuwenden, sodass wenigstens ein minimaler Schutz vorhanden ist? 2. Könnte zur Erhöhung des Schutzpegels eine ortsfeste Differenzstrom-Schutzeinrichtung eingesetzt werden, die mit Unterspannungsauslösung arbeitet und auch bei einer Unterbrechung des ankommenden PEN-Leiters zweipolig abschaltet? 3. Ist es sinnvoll und zulässig, einen Steckdoseneinsatz mit eingebauter Fehlerstrom-Schutzeinrichtung vorzusehen, bei dem jedoch die Gefahr besteht, dass bei Unterbrechung des PEN-Leiters vor der Steckdose keine Abschaltung erfolgt und bei Benutzung eines SK-I-Geräts eine Spannung am Gehäuse ansteht?


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Autor
  • W. Hörmann
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