
Was sonst noch geschah
Kurzschluss – Der Wochenrückblick 5
Die schönsten Ereignisse der Woche – von fliegenden Autos, senkrechten Wäldern, schmutzigen Ländern, gesunden Inseln, Strom aus Magensäure, OLED aus Graphen, Googles Lauschbox, Trumps Neugier und dem ersten Deutschen im All.
Der Datensammler Google hat ein Verfahren entwickelt, mit dem verpixelte Gesichter entpixelt werden.
Es gibt Menschen, die lassen sich in Situation fotografieren, die aus juristischer Sicht etwas heikel sind. Beispielsweise vor der Hanfplantage im Wohnzimmer oder mit ausgestrecktem Mittelfinger in Richtung eines Polizisten.
Wenn diese Menschen den Drang verspüren, ihre Fotos ins Internet zu stellen, verpixeln sie vielleicht ihr Gesicht. Soll ja keiner sehen, wer im Wohnzimmer Erde aufgeschüttet und Strahler installiert hat.
Google präsentiert nun eine Technologie, mit der fehlende Pixel durch zwei neuronale Netzwerke eingefügt werden. Ein Netzwerk rechnet das Foto auf 8 x 8 Pixel herunter und vergleicht es mit Bildern aus einer 8 x 8-Datenbank, um fehlende Pixel festzustellen. Das zweite Netzwerk vergleicht das Bild mit hochauflösenden Fotos einer anderen Datenbank, um die fehlenden Pixel zu ersetzen (Pixel Recursive Super Resolution, Studie hier als PDF).
Die entpixelten Bilder sind noch nicht perfekt, aber sie werden immer besser, das ist nur eine Frage der Zeit. Sobald Google die Verpixelung geknackt hat, wird sich auch die Staatsmacht für die Software interessieren.
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Spalten von links nach rechts: Bilder verpixelt, korrigiert, original (Bild: Google Brain)
Google weiß, worüber du sprichst.
Der Datensammler Google hört im Wohnzimmer mit. Über den smarten Lautsprecher Google Home und die gleichnamige App kann der User per Sprachsteuerung online shoppen, sein Smart Home steuern oder einfach nur mit einer synthetischen Stimme reden.
Wie schon bei Amazons Alexa passierte auch bei Google, was passieren musste. In der Pause des Super Bowl am 5. Februar 2017 lief ein Werbespot für Google Home. Im Spot wird mehrmals der Startbefehl „Okay Google“ gesagt, um zu zeigen, wie leicht man mit dem smarten Gerät kommunizieren kann.
Auf die Worte „Okay Google“ aus dem Fernsehgerät reagierten mehrere Google Home-Lautsprecher. Die klugen Geräte beherrschen keine Erkennung der Modulation oder Tonhöhe. Sie reagieren nur auf Silben, egal, wer sie spricht.
Wie ein Hund, dem jemand zuruft "Fass!", kann irgendwer Google aus der Ferne aktivieren – wer das schafft, sitzt als unsichtbarer Gast im Wohnzimmer.
