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Was sonst noch geschah

Kurzschluss – Der Wochenrückblick 5

10.02.2017

Die schönsten Ereignisse der Woche – von fliegenden Autos, senkrechten Wäldern, schmutzigen Ländern, gesunden Inseln, Strom aus Magensäure, OLED aus Graphen, Googles Lauschbox, Trumps Neugier und dem ersten Deutschen im All.

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In der früheren chinesischen Hauptstadt Nanjing will Boeri die ersten zwei Hochhäuser mit vertikalem Wald errichten: die Nanjing Towers. Es wären die ersten baumbestandenen Hochhäuser in ganz Asien.

Die beiden Türme sind 107 und 200 Meter hoch. An ihnen sollen 600 kleine und 500 mittelgroße Bäume sowie 2.500 Sträucher und andere Pflanzen wachsen. Sie produzieren ca. 60 Kilogramm Sauerstoff pro Tag. Alle Gewächse stammen aus der Region Nanjing.

In das kleinere Hochhaus ziehen u. a. Büros, ein Museum und eine grüne Architekturschule ein. Das größere Haus betreibt die Hotelkette Hyatt mit 247 Gästezimmern.

Die Nanjing Towers sollen nur der Anfang einer grünen Hochhaus-Offensive sein. Die nächsten Projekte sind in Shanghai, Guizhou, Shijiazhuang, Liuzhou und Chongqing geplant.

Man kann nur eines haben: frische Luft vorm Balkon oder helles Licht im Zimmer (Bilder: Stefano Boeri Architetti)

Nicht Okay, Google

Google weiß, dass du kaufen sollst.

Der Datensammler Google und das Bekleidungsunternehmen H&M kooperieren miteinander. Der Kunde soll auf dem Smartphone Kleidung angeboten bekommen, die von Google so exakt ausgewählt wurde, dass er sie auch kauft.

Dafür wertet Google die Daten aus, die er über die App Code Couture und die Awareness API sammelt. Die App wird zur Zeit getestet und soll ab Ende 2017 den perfekten Einkauf organisieren.

Google erfährt, was der App-Benutzer macht (Sport, Büro, Schlafen), wie er sich fortbewegt (Auto, Rad, zu Fuß), wie das Wetter ist und wo er sich befindet. Aus diesen (und vermutlich hundert anderen) Daten zeigt ihm die App eine Auswahl passender Kleidungssets von H&M – idealerweise, wenn er sich gerade in der Nähe einer Filiale befindet.

Das Angebot wird ideal auf die Wünsche und Vorlieben des App-Nutzers zugeschnitten, um einen Kaufimpuls auszulösen. Der Nutzer soll sich voller Freude auf ein ganz persönliches Superschnäppchen in die nächste H&M-Filiale lotsen lassen und eines der Kleidungssets kaufen. Wie von Google ferngesteuert.

Google weiß, wie du aussiehst.


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Autor
Name: Jürgen Winkler