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Was sonst noch geschah

Kurzschluss – Der Wochenrückblick 5

10.02.2017

Die schönsten Ereignisse der Woche – von fliegenden Autos, senkrechten Wäldern, schmutzigen Ländern, gesunden Inseln, Strom aus Magensäure, OLED aus Graphen, Googles Lauschbox, Trumps Neugier und dem ersten Deutschen im All.

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Was ist dünn und leuchtet? Eine OLED-Elektrode aus Graphen.

Unzerstörbare Smartphone-Display gibt es noch nicht. Das Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik (FEP) in Dresden könnte das ändern.

Graphen ist zur Zeit der Hoffnungsträger der Materialtechnik. Die Kohlenstoffverbindung ist leicht, transparent, hart, zugfest, flexibel, leitfähig und nur 0,3 Nanometer dünn – ein Hunderttausendstel eines menschlichen Haares.

Im FEP fanden Forscher eine Lösung, um OLED-Elektroden aus Graphen herzustellen. Im Vakuum einer Stahlkammer wird hochreines Kupfer auf ca. 800 Grad erhitzt. Danach setzt eine Mischung aus Methan und Wasserstoff eine chemische Reaktion in Gang. Dabei formen sich Kohlenstoffatome und breiten sich flächig aus. Nach dem Abkühlen müssen ein Trägerpolymer auf das Graphen gegeben und die Kupferplatte weggeätzt werden.

In zwei bis drei Jahren soll die Anwendung marktreif sein. Erstes Einsatzgebiet könnten Touchscreens für Smartphones sein. Das bisherige Glas würde durch transparente Folien mit OLED-Elektroden aus Graphen ersetzt werden. Dann wäre das Display unzerbrechlich. 

Orange leuchtende OLED auf einer Graphen-Elektrode. Die Zwei-Euro-Münze dient als Größenvergleich (Bild: Fraunhofer FEP)

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Autor
Name: Jürgen Winkler