Energieeffizienz: Tipps und Mythen
Energiefresser im Haushalt
Bei steigenden Energiepreisen wird das Stromsparen immer wichtiger. Welche Tipps sind hilfreich, was sind Mythen oder Halbwahrheiten – und wie lässt sich die Umwelt schonen?
Sollte man die Heizung runterdrehen, wenn man die Wohnung oder das Haus verlässt?
Es lassen sich bis zu 10 Prozent Heizkosten sparen, wenn man die Temperatur von beispielsweise 20 auf 16 Grad im Raum reduziert, wenn man das Haus oder die Wohnung tagsüber verlässt.
Um die Heizkosten weiter zu senken, ist es sinnvoll, wenn man das Haus oder die Wohnung in Zonen einteilt, die beheizt bzw. weniger beheizt werden – vor allem, wenn das Haus schlecht gedämmt ist. Außerdem sollten die Türen zu weniger bis gar nicht beheizten Räumen geschlossen bleiben.
Zusätzlich gilt beim Heizen, dass regelmäßiges Stoßlüften von etwa zehn Minuten die Energiebilanz verbessert und gleichzeitig die Schimmelbildung verhindert.
Fazit: Heizen runterdrehen beim Verlassen des Hauses bzw. der Wohnung spart Kosten.
Verbraucht der Standby-Modus viel Strom?
Viele moderne Haushaltsgeräte besitzen einen Standby-Modus, der gern genutzt wird – ist es doch bequemer, das Gerät mit der Fernbedienung auszuschalten, als vom Sofa aufzustehen.
Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass Geräte im Standby-Modus mehr Strom verbrauchen. Pro Jahr erhöht sich die Rechnung der Stromkunden um durchschnittlich 115,00 Euro, ohne das die Geräte benutzt werden.
Schaltbare Steckerleisten sind eine einfache Methode, um Haushaltselektronik abzuschalten, ohne dass man dabei jedes Gerät einzeln bedienen muss.
Fazit: Der Standby-Modus verbraucht viel Strom. Selbst die modernen Geräte mit einem energiesparenden Standby-Modus sind davon nicht ausgeschlossen. Elektronikfachmärkte bieten jedoch Produkte, um alle Geräte bei Nichtbenutzung einfach und schnell abzuschalten.
Benötigen moderne TV-Geräte weniger Strom als alte Röhrenfernseher?
Angesichts alter Modelle mit relativ kleinem Bildschirm und voluminöser Technik kann man tatsächlich denken, dass dem so ist. Doch die modernen Flat-Screens verbrauchen dreimal mehr Strom als die Röhrenfernseher.
Die verschiedenen Modelle moderner Geräte sind dabei ganz unterschiedlich in ihrer Energieverschwendung. Grundsätzlich gilt: Je größer der Bildschirm, desto mehr Strom lässt sich sparen. Bei Flat-TVs mit einer Bildschirmdiagonalen von 55 Zoll reicht die Spanne im Verbrauch beispielsweise von 64 Watt bis hin zu 236 Watt. Bei der Kaufentscheidung sollte man sich die Werte also ganz genau anschauen und vergleichen.

