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+++ News +++ Energieverbrauch im Haushalt

Tipps zum Energiesparen in der ersten eigenen Wohnung

08.04.2022

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale gibt jungen Menschen Hinweise, worauf beim Energieverbrauch in den ersten eigenen vier Wänden zu achten ist.

Tipp 1: Stromverbrauch

Im Haushalt gehören neben den klassischen Haushaltsgeräten wie Kühlschrank oder Waschmaschine inzwischen Multimedia und Kommunikation zu den Strom-Großverbrauchern. Vor allem gilt das für sehr leistungsfähige PCs, große TV-Geräte und WLAN-Router. Letztere, weil sie oft Tag und Nacht in Betrieb sind. Ältere Heizungsanlagen können auch zu den Strom-Großverbrauchern gehören. Ursache sind ungeregelte Heizungspumpen, die zudem auch im Sommer nicht ausgeschaltet werden. Strom kann man bei der Beleuchtung einsparen, wenn man von den gebräuchlichen Glüh- und Halogenlampen auf LED umsteigt.

Tipp 2: Heizung und Warmwasser

Den größten Einfluss auf den Energieverbrauch beim Heizen hat die Raumtemperatur: Diese solllte in keinem Raum höher als 20 °C sein. Außerdem ist es ratsam, nur die Räume zu beheizen, die auch tatsächlich genutzt werden. Nachts und bei Abwesenheit kann die Raumtemperatur abgesenkt werden. Und: Räume werden nicht schneller warm, wenn der Thermostat auf einen höheren Wert gestellt wird. Der Energieverbrauch für die Warmwasserbereitung hängt maßgeblich davon ab, wie viel Wasser benötigt wird. Wer den Wasserverbrauch möglichst niedrig hält, spart am meisten.

Tipp 3: Wahl des Stromversorgers

Mit dem ersten Stromverbrauch wird bereits ein Vertrag mit dem örtlichen Strom-Grundversorger geschlossen. Wurde nicht bereits vor dem Einzug ein Vertrag mit einem anderen Stromversorger geschlossen, kann der Grundversorgungsvertrag mit einer Frist von zwei Wochen wieder gekündigt werden. Manchmal lohnt sich der Wechsel zu einem anderen Anbieter oder in einen anderen Tarif. Wichtig: Bei der Wohnungsübergabe sollten alle Zählerstände in einem Protokoll erfasst werden.

Tipp 4: Abschläge und Abrechnung

Die Kosten für Strom werden in monatlich gleich hohen Abschlägen bezahlt. Bei Wohnungen mit eigener Gasheizung gilt das auch für Gas. Die Höhe der Abschläge richtet sich nach dem bisherigen Jahresverbrauch in der Wohnung. Einmal jährlich wird abgerechnet: Wer mehr verbraucht hat, muss nachzahlen, wer sparsam war, erhält eine Gutschrift. Gerade in der ersten Zeit nach dem Einzug sollten Verbräuche monatlich abgelesen werden. So lässt sich feststellen, ob die Höhe der monatlichen Abschläge angemessen ist. Auf Wunsch kann die Höhe des Monatsabschlags beim Energieversorger angepasst werden.

Tipps der Energieberatung der Verbraucherzentrale im Überblick

Strom
  •     Kühl- und Gefrierschrank regelmäßig abtauen
  •     Kühlschrank bei +7 °C und Gefrierschrank bei -18 °C betreiben
  •     Wäsche bei maximal 30 °C waschen
  •     statt Wäschetrockner benutzen, die Wäsche auf die Leine hängen
  •     Computer in längeren Pausen ausschalten und vom Stromnetz trennen
  •     am Monitor den Eco-Modus einstellen
  •     ein einfacher Office-PC verbraucht weniger als ein Gaming PC
  •     nicht benötigte Funktionen des Routers deaktivieren
  •     Router nachts ausschalten
  •     je größer der Bildschirm, desto höher der Stromverbrauch: 65-Zoll-Geräte verbrauchen ca. doppelt so viel wie 55-Zoll-Geräte
  •     Fernseher im Eco-Modus und Auto-Stand-By beim Fernseher betreiben
  •     Fernseher nicht nebenherlaufen lassen
  •     Heizungspumpe auf kleinere Stufe stellen und im Sommer ausschalten
  •     neue Heizungspumpen verbrauchen bis zu 80 % weniger Strom als alte Pumpen
  •     LED-Lampen verwenden: Glüh- und Halogenlampen vorzeitig austauschen

Heizung
  •     Räume auf maximal 20 °C heizen
  •     Raumheizung bei Abwesenheit unterbrechen bzw. herunterregeln
  •     mit elektronischen Heizkörperthermostaten die Raumtemperatur programmieren genau einstellen
  •     eigene Gasheizung: Absenken der Vorlauftemperatur spart Energie
  •     möglichst kein Dauerlüften: das erhöht den Wärmeverlust
  •     keine Möbel vor Heizkörper stellen und Heizkörperverkleidungen entfernen
  •     Rollläden und Vorhänge verwenden: sie reduzieren den Wärmeverlust von Fenstern

Warmwasser
  •     Einsatz von Sparduschköpfen: sie reduzieren den Durchfluss um bis zu 50 %
  •     duschen mit begrenzter Dauer statt zu baden