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Laborversuch (Foto: TU Ilmenau)
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Zukunft der Elektrizität könnte in der Vergangenheit liegen

Comeback der Gleichstromtechnik?

20.11.2017

Die Gleichstromtechnik spielt in Europa seit mehreren Jahrzehnten kaum noch eine Rolle. In naher Zukunft könnte sie jedoch eine Renaissance erleben. Dank des weltweiten Siegeszuges erneuerbarer Energien wird das Stromnetz dezentraler. Die Versorgung mit Wechselstrom ist nicht mehr effizient genug.

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Gleichstrom-Vision

Auf den Fachpressetagen des Unternehmens Lapp im Sommer 2017 sprach sich der Experte für die Gleichstromversorgung in Industrie und Haushalten der Niederspannung aus. Die Gleichstromversorgung würde zur Stabilität der Netze beitragen. Zudem betont Berger, dass mit Gleichstromanlagen in abgelegenen Gegenden in Indien oder Afrika ohne Infrastruktur schnell Elektrizität erzeugt und der Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden könne.

Die Laborversuche der Forschungsgruppe um Professor Berger in Zusammenarbeit mit der Lapp Gruppe zeigen, dass Wechselstrom divergent zu Gleichstrom ist. AC-Netze in Industrieanlagen und Haushalten lassen sich nicht einfach zu DC-Netzen umwandeln. In vielen Fällen werden nicht nur spezielle Schalter und Sicherungen benötigt, sondern auch besondere Kabel. Laut Experten wird es nicht dazu kommen, dass sich die Gleichspannungstechnik in Deutschland kurzfristig durchsetzen wird, da das Land mit dem Wechselspannungsnetz sehr gut aufgestellt ist. Es dürfte aber auf eine Koexistenz der beiden Netze hinauslaufen. Die Zukunft werde laut Ege dabei zeigen, in welcher Ausprägung und Tiefe.

Bild Mitte rechts: Professor Frank Berger (Foto: TU Ilmenau/ Lapp)
Bild Mitte links: Experimente mit 400.000 Volt (Foto: TU Ilmenau/ Lapp)
Bild unten rechts: Guido Ege, Leiter des Produktmanagements bei Lapp (Foto: Lapp)


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Autor
Name: Aldina Hasanovic