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Die sieben Goldmedaillen-Gewinner und der jahrgangsbeste Gebäudesystemintegrator, Bild: ZVEH / Jessica Franke
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15 Medaillen für die besten Nachwuchs-E-Handwerker

20.11.2024

Bei den 73. „Deutschen Meisterschaften in den E-Handwerken“ (14.-16.11.2024) in Oldenburg wurden wieder die besten Elektroniker/-innen des Landes in sieben Berufen ausgezeichnet. Einen Preis erhielt erstmals auch der bundesweit Beste unter den ersten GSI-Absolventen. Ab 2025 wird der neue Beruf offiziell bei den Meisterschaften bewertet. Ebenfalls Teil des Ehrungsreigens: der „E-Meister des Jahres 2024“, der diesmal an eine Meisterin und einen Meister ging.

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In Zeiten, in denen die Nachfrage nach Fachkräften stetig zunimmt, gewinnt die Nachwuchsförderung noch einmal an Bedeutung. Dass die E-Handwerke sich in Sachen „qualifizierter Nachwuchs“ nicht zu sorgen brauchen, zeigten auch in diesem Jahr wieder die „Deutschen Meisterschaften in den E-Handwerken“ (DMH).

Vom 14. bis 16. November 2024 waren die Landessieger aus sieben e-handwerklichen Berufen im Rahmen des traditionsreichen Wettbewerbs eingeladen, die Besten der Besten in ihrem Beruf zu ermitteln. Die drei besten E-Handwerker/-innen je Disziplin werden mit einer Gold-, Silber- und Bronze-Medaille ausgezeichnet. Insgesamt 43 Teilnehmende, die die Voraussetzung für eine Teilnahme – Gesellenprüfung mit Mindestpunktzahl für die Note „gut“ (mind. 81 Punkte) bestanden – erfüllt hatten, traten in diesem Jahr im Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik e. V. (BFE) in Oldenburg zu den „Deutschen Meisterschaften“ an und stellten sich dort zwei Tage lang den Prüfungsaufgaben. Unter den Teilnehmenden waren auch zwei Elektronikerinnen.

2024 umfasste der Wettbewerb zum letzten Mal sieben Disziplinen. Da ab 2025 die Neuordnung der e-handwerklichen Ausbildungsberufe greift, werden dann die Bundessieger in fünf Berufen gesucht, darunter auch der 2021 neu geschaffene Beruf „Elektroniker/-in für Gebäudesystemintegration“.

Die sieben Goldmedaillen-Gewinner 2024 im Überblick:

  • Julian Lembeck, Systemelektroniker, Nordrhein-Westfalen  
  • Tom Flemming, Elektroniker Fachrichtung Automatisierungstechnik, Nordrhein-Westfalen
  • Benedikt Kanhäusser, Elektroniker Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik, Bayern
  • Johannes Pfaller, Informationselektroniker Schwerpunkt Geräte- und Systemtechnik, Bayern
  • Felix Kreuz, Informationselektroniker Schwerpunkt Bürosystemtechnik, Nordrhein-Westfalen
  • Jonas Babinsky, Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik, Bayern
  • David Vogel, Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik, Rheinland-Pfalz

Die Verleihung der Medaillen und Preise fand, auch das hat in den E-Handwerken Tradition, im Rahmen eines großen Festabends in der Weser-Ems-Halle in Oldenburg statt. Moderiert wurde sie vom Direktor des BFE, Thorsten Janßen, der gemeinsam mit Tobias Krügener, Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik und BFE-Meisterkurs-Teilnehmer, durch den Abend führte. Zu den rund 220 Gästen zählten neben den Angehörigen und Freunden der DMH-Teilnehmer/-innen auch Vertreter/-innen der Ausbildungsbetriebe, der 40 DMH-Sponsoren sowie zahlreiche Abgesandte der e-handwerklichen Organisation.

Energiewende als Wirtschaftsfaktor

Stefan Ehinger, Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), eröffnete den Abend, indem er die Teilnehmenden begrüßte und sie zu ihren Leistungen beglückwünschte: „Sie haben mit Ihrer Leistung bewiesen, dass Sie bereits am Anfang Ihres Berufsweges zu den Besten der Besten gehören. Schon, dass Sie sich diesem Wettbewerb gestellt haben, macht Sie zu Gewinnern beziehungsweise Gewinnerinnen. Die Zukunft steht Ihnen offen.“ Ehinger dankte auch den Jury-Mitgliedern sowie Sponsoren und E-Markenpartnern und machte deutlich: „Nachwuchsarbeit ist Gemeinschaftsarbeit.“

In seiner Rede betonte Stefan Ehinger, welche Bedeutung dem Handwerk wie auch der Energiewende als Wirtschaftsfaktor zukomme. Umso wichtiger sei aber, so Ehinger, dass die Politik endlich die lange geforderte Bildungswende umsetze und akademische und berufliche Bildung gleichstelle. „Unsere Berufe sind die Berufsbilder der Zukunft“, machte der ZVEH-Präsident deutlich und ließ es sich nicht nehmen, trotz angespannter Lage der Wirtschaft Optimismus zu verbreiten: „Unsere Welt wird immer elektrischer und digitaler. Es braucht daher verstärkt e-handwerkliches Know-how. An Aufgaben wird es uns also auch künftig nicht mangeln. Ebenso wenig wie an gut ausgebildeten Fachkräften. Denn dass Qualifikation in den E-Handwerken einen hohen Stellenwert hat, dafür sind Sie, liebe Teilnehmende, der beste Beweis!“

Lobende Worte für die 43 DMH-Absolventen/-innen fand auch Heiko Henke, Geschäftsführer der Handwerkskammer Oldenburg. „Sie haben bewiesen, dass Sie die Zukunft unserer Branche mitgestalten können. Sie alle sind Vorbilder“, so Henke, der ebenfalls die wichtige Rolle der E-Handwerke für den Transformationsprozess hervorhob: „Es geht nicht nur darum, eine klimaneutrale Zukunft zu fordern. Es geht vor allem auch ums Machen. Ums Umsetzen! Und das ist Ihre Aufgabe, denn Sie alle sind Macher!“

Viel Lob von Schirmherr Adalbert Neumann

Ein perfekter Übergang zur Rede des DMH-Schirmherrn 2024. Denn auch Adalbert Neumann, CEO der Busch-Jaeger Elektro GmbH, fand anerkennende Worte für die Meisterschaftsabsolventen/-innen: „Sie sind die Architekten der Energiewende“. Mut machte der Busch-Jaeger-Geschäftsführer, selbst gelernter Elektroniker, den Nachwuchselektroniker/-innen aber auch, indem er auf die hervorragenden Zukunftsperspektiven hinwies: „Das E-Handwerk besitzt eine enorme Innovationsfähigkeit. Mit Ihrem Know-how können wir Gebäude vollelektrisch und zu Energiezentralen machen. Der Gebäudeautomation gehört die Zukunft und unser Land hat in diesem Bereich das Zeug, eine Vorreiterrolle einzunehmen.“


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