Facharchiv: Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit, Betriebsführung
Wertvolle Schätze des Unternehmens heben – Umsatz- und Ertragsplanung im Handwerksbetrieb
Die Unternehmen und ihre Mitarbeiter verfügen oft über ungeahnte Potentiale. Diese gilt es zu entdecken. Seminare, in denen praxisnah und verständlich die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen erklärt werden, sind nur ein Weg, um diese Ressourcen zu erschließen.
Häufig hören die Betriebsberater im Vorfeld: „Die geplanten Umsätze kann ich mit meinen Mitarbeitern nicht erreichen“. Das passierte beispielsweise den Autoren Udo Steffen und Dirk Schadow, Betriebsberater und Dozenten der Akademie Zukunft Handwerk, in Zusammenarbeit mit einem Handwerksbetrieb.
Umsatzziel erreicht: Beispiel aus der Praxis
Gemeinsam mit einem Handwerksunternehmer wurde im Dezember die Umsatzplanung aufgrund der zu verrechnenden Stunden aller Mitarbeiter und des Wareneinsatzes zuzüglich seines Kalkulationsaufschlages durch den Betriebsberater erstellt. Der Unternehmer erklärte daraufhin, dass es unmöglich wäre, diese Umsatzvorgaben auch nur ansatzweise zu erfüllen. Dennoch arbeitete er schließlich gemeinsam mit seinen Mitarbeitern strikt an diesem Umsatzziel. Im November des Folgejahres (Planjahr) vermeldete er dann plötzlich: „Wir haben die geplanten Umsätze für das gesamte Jahr bereits im Oktober erreicht.“
So oder so ähnlich geht es den meisten Handwerksunternehmern, wenn sie erkannt haben, welche Vorteile eine Umsatz- und Ertragsplanung für ihr Unternehmen und ihre Mitarbeiter bringt.
Mitarbeiter einbeziehen und am Erfolg beteiligen
Am erfolgreichsten sind die Unternehmer, die ihren Mitarbeitern die Umsatz- und Ertragsplanung (UEP) vorstellen oder sie sogar mit in die Planung einbeziehen. Und wenn die Unternehmer zudem noch bereit sind, ihre Mitarbeiter am gemeinsam erwirtschafteten Unternehmensgewinn zu beteiligen, dann ist der Erfolg nicht mehr aufzuhalten. Allein der bewusste Umgang mit dem Planungsprozess beeinflusst das Unterbewusstsein. So ist es kaum noch zu verhindern, dass während und nach der gemeinsamen UEP die „Heinzelmännchen“ im eigenen Kopf und in den Köpfen der Mitarbeiter anfangen zu arbeiten und nicht mehr damit aufhören.
Auch Unternehmer können irren
Leider haben viele Unternehmer das enorme Potential, das in ihren Mitarbeitern steckt, noch immer nicht erkannt. Viele haben sogar Befürchtungen, ihren Mitarbeitern die unternehmerischen Zahlen zu präsentieren.
Udo Steffen hat während seiner Tätigkeit immer wieder Unternehmer kennengelernt, die die Aussage treffen: „Meine Mitarbeiter können sowieso nichts mit den Zahlen anfangen ...“. Selbstverständlich hat der Unternehmer an dieser Stelle oftmals recht. Das trifft aber vor allem dann zu, wenn er den Mitarbeitern die Zahlen noch nie erläutert hat.
Daher bietet die Akademie Zukunft Handwerk auch Seminare dazu an. Innerhalb von zwei Tagen vermittelt Dirk Schadow darin die nötigen Grundlagen. Er erklärt auf einfache und praxisnahe Weise die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen, sodass danach die meisten Unternehmer die Frage stellen: „Was haben Sie mit meinen Mitarbeitern gemacht? Sie haben ja angefangen zu denken“.

