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Der S 90D von Tesla (Quelle: Tesla)
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Elektromobilität

Umweltminister in NRW fährt Tesla – mangels deutscher Alternativen

06.01.2017

Der Umweltminister des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen, Johannes Remmel, ist mit dem Tesla Model S 90D unterwegs, weil es in Deutschland keine vergleichbaren Alternativen gibt.

Der Listenpreis des Elektroautos liegt bei etwa 114.000 Euro. Damit sorgte Remmel für einige Aufregung und wird nun für die kostspielige Anschaffung kritisiert. Neben dem hohen Kaufpreis, der laut einem Sprecher „in dem Segment anderer Dienstwagen für Ministerien“ liegt, sorgt die Tatsache, dass man ein Elektroauto eines US-Herstellers kaufte, für Unmut. Remmel erklärt die Entscheidung damit, dass das Tesla Model S 90D das einzige Fahrzeug ist, das „auf längeren Strecken im Flächenland NRW getestet werden kann“. Für die Pioniere der Automobilindustrie, die deutschen Automobilhersteller, ist das wenig schmeichelhaft. Das Elektroauto der US-Amerikaner verfügt über eine Reichweite von 550 Kilometern mit einer Ladung Strom. Kein deutscher Hersteller hat derzeit ein E-Auto im Angebot, das eine vergleichbare Reichweite erzielt. Die deutschen Hersteller sind nun gefordert. Audi arbeitet mit Hochdruck an den Modellen Q6 E-Tron Quattro und A9 E-Tron und will damit in den nächsten Jahren zwei Elektroautos auf den Markt bringen, die mit einer Ladung Strom mehr als 500 Kilometer weit fahren. Porsche und Mercedes haben ebenso entsprechende Modelle angekündigt. Bild rechts: Interieur des Models S 90 D (Quelle: Tesla)

Autor
Name: Antje Schubert