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Solarzellen als Dachziegel

Tesla macht die Dächer platt

31.10.2016

An den Anblick großflächiger Solarpanele auf den Dächern hat man sich gewöhnt. Dass es auch anders geht, zeigt Tesla. Die Energy-Sparte des Automobilherstellers präsentierte Solarzellen, die sich kaum noch von Dachziegeln unterscheiden.

Warum die Dächer nicht direkt mit Solarzellen decken? Diese Frage stellte man sich bei Tesla Energy – und entwickelte Solarzellen in Form von Dachziegeln. Die Solarzellen sind ein gemeinsames Forschungsprojekt von Tesla und 3M. Sie sollen in verschiedenen Designs angeboten werden, die den herkömmlichen Dachziegeln entsprechen. Damit lassen sich komplette Dächer decken; der Unterschied zu echten Dachziegeln ist zumindest in ihrer äußeren Form marginal. Das dürfte u. a. Probleme mit dem Denkmalschutz entschärfen. Bei Dächern historischer Gebäude werden aufgesetzte Solarpanele nicht gern gesehen. Tesla-Chef Elon Musk präsentierte die Solar-Dachziegel in den Universal Studios in Los Angeles. Dort ließ er einige Häuser der Kulissenstraße für die TV-Serie Desperate Housewives mit Solarzellen decken.  Diese Solardächer liefern Strom, der in den Speicher Powerwall 2 eingespeist werden kann – ebenfalls von Tesla. Einen Platz findet die Powerwall 2 beispielsweise in der Garage, wo der Hausbesitzer seinen Tesla Model S parkt. Die Powerwall 2 besitzt eine Kapazität von 14 kWh. Über einen integrierten Wechselrichter soll sie bei voller Ladung einen Vier-Personen-Haushalt 24 Stunden lang mit Strom versorgen. Die Solar-Dachziegel werden ab 2017 verkauft, die Powerwall 2 bereits ab Dezember 2016, allerdings nur in den USA.

So ästhetisch kann die Solarstromwelt sein. Dank Powerwall 2 leuchten die Lampen auch bei dunklem Himmel (Bild: Tesla)

Blick in die aufgeräumte Garage des Hausbesitzers: Links Tesla Powerwall 2, davor Tesla Model S (Bild: Tesla)


Autor
Name: Jürgen Winkler