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(Bild: page URL: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Grounded_hotdog.JPG File URL: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/17/Grounded_hotdog.JPG Attribution: Rklawton / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0))
Elektrosicherheit | Schutzmaßnahmen | Energietechnik | Mittelspannungstechnik | Schaltanlagen

Aus dem Facharchiv: Leseranfrage

Schutz gegen Störlichtbögen

25.08.2020

Wird zur Planung einer Transformatorenstation ein Störlichtbogennachweis benötigt?

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Frage:

Bei der Planung einer Transformatorenstation diskutieren wir die Frage, ob für diese Station ein Störlichtbogennachweis notwendig ist? In der davorliegenden Übergabestation gibt es eine Schaltanlage mit Lasttrennschalter und HH-Sicherungen. Von dort aus soll ein Mittelspannungskabel ca. 150 m in die Transformatorenstation gelegt werden. In dieser soll der Transformator direkt mit Innenraumendverschlüssen an den Porzellandurchführungen angeschlossen werden. Abbildung AA.6 aus in DIN EN 62271-202 (VDE 0671-202) sagt ja aus, dass bei Einsatz von HH-Sicherungen keine Prüfung nötig ist. Mein Stationslieferant sagt aber, dass die Prüfung nur dann entfallen kann, wenn die HH-Sicherungen in der gleichen Station sind.

Antwort:

Störlichtbögen gehören zu den gefürchtetsten Fehlern in elektrischen Anlagen. Dabei ist es gleichgültig, ob sie im Hoch- oder im Niederspannungsteil auftreten – stets sind die Schäden so erheblich, dass die Anlagen nach einem solchen Ereignis kaum noch zu gebrauchen sind. Immer wieder auch kommt es zu Personenschäden.

Den jahrzehntelangen Bemühungen um einheitliche konstruktive Festlegungen zum Lichtbogenschutz in den Errichter- und Herstellernormen gingen zahlreiche individuelle Lösungen voraus, wie z. B. bei den Kraftwerksvarianten der Niederspannungsschaltanlage ISA 2000 oder das Errichten gekapselter statt offener Anlagen zunächst ohne definierte Störlichtbogenqualifikation.


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