Energietechnik/-Anwendungen
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Elektrotechnik
Aktueller Stand der Technik bei MS-Schaltanlagen
ep7/2008, 5 Seiten
2.6 Wartung und Wartungswert Da das Beleuchtungsniveau einer Beleuchtungsanlage während ihrer Lebensdauer stetig abnimmt, z. B. durch Alterung und Verschmutzung der Lampen und Leuchten, muss eine regelmäßige Wartung durchgeführt werden. Die Wartung muss spätestens dann erfolgen, wenn das Beleuchtungsniveau den in der Norm genannten Wartungswert der Beleuchtungsstärke für die in der Sportstätte ausgeführten Sportarten unterschreitet. Zur Planung der Anlage und zur Bestimmung der Wartungsintervalle ist zwischen dem Betreiber und dem Planer ein Wartungsfaktor zu vereinbaren. Werden dazu keine Vereinbarungen getroffen, kann als Standardwert ein Faktor von 0,8 zugrunde gelegt werden. Bei der Planung werden die erforderlichen Neuwerte der Beleuchtungsstärke aus dem normativen Wartungswert und dem Wartungsfaktor berechnet. 2.7 Sicherheits- und Europäische Notbeleuchtung Um die Sicherheit der Teilnehmer an einer Sportveranstaltung bei Ausfall der Allgemeinbeleuchtung zu gewährleisten, ist in der Norm je nach ausgeführter Sportart ein Prozentsatz in Höhe von 5 oder 10 % vom geforderten Beleuchtungsniveau der Allgemeinbeleuchtung in der entsprechenden Klasse festgelegt. Dieses reduzierte Beleuchtungsniveau muss in Abhängigkeit von der Sportart für eine Zeit von mindestens 30 s bis maximal 120 s nach Ausfall der Allgemeinbeleuchtung zur Verfügung stehen. Beispiel: Gefordert ist beim Springreiten in der Klasse I ein Beleuchtungsniveau von 500 lx. Beim Ausfall der Allgemeinbeleuchtung muss ein Wert von 5 % = 25 lx für eine Zeit von 120 s aufrechterhalten werden, damit das Reiten gefahrlos beendet werden kann. Soll die Sportveranstaltung beim Ausfall der Allgemeinbeleuchtung fortgesetzt werden, muss mindestens ein Beleuchtungsniveau entsprechend der Klasse III gewährleistet sein. Dieses würde in dem vorstehenden Beispiel eine horizontale Beleuchtungsstärke von mindestens 200 lx erfordern. Weitere Informationen Weitere Details zu der Beleuchtung von Sportstätten in Innen- und Außenanlagen können der Norm DIN EN 12193 und dem Heft 8 „Gutes Licht für Sport und Freizeit“ der Fördergemeinschaft Gutes Licht entnommen werden. Das Heft steht u. a. zum kostenfreien Download über den „ep-Plus-Normendienst“ zur Verfügung. Dazu dort „Suchen nach Eingabe der Regelwerksbezeichnung“ wählen und in die Eingabemaske „Licht“ eingeben. Unter den Ergebnissen befindet sich auch Heft 8. Richtungsweisende Überarbeitungen der Normen In den letzten Jahren haben wichtige Normen Überarbeitungen erfahren, die für die nächste Zeit richtungsweisend sein werden. Folglich müssen sich Anwender und Planer eingehend mit den neuen Normen für Mittelspannungs-Schaltanlagentechnik beschäftigen. Dieses Wissen bildet die Voraussetzung, um Anlagen auch zukünftig normgerecht und weitgehend nach den individuellen Bedürfnissen des Auftraggebers ausführen zu können [1]. Metallgekapselte Schaltanlagensysteme Mit der Norm IEC 62271-200/VDE 0671 Teil 200 [2] wurde die IEC 60298/VDE 0670 Teil 6 nach dreizehn Jahren abgelöst. Zum Erscheinungszeitpunkt der jetzt gültigen Nachfolgenorm hatte sie ein Alter erreicht, das die Aktualisierung dringend notwendig machte. Nach dieser relativ langen Zeit haben sich die Anforderungen sowie der Stand der Technik erheblich weiter entwickelt. Die wichtigsten Motive für die Überarbeitung waren [3] [4]: · Die frühere Norm orientierte sich bei Definitionen und Anforderungen an den konstruktiven Gegebenheiten am Ende der 1980er Jahre - d. h. an „ausziehbaren“ Anlagen mit Schaltgeräten auf Wagen oder Einschüben. Moderne Festeinbau-Anlagen und gasisolierte Anlagen waren unterrepräsentiert. · Bei Schaltanlagen wurden zwischen drei Schottungsarten unterschieden: metallgeschottet, teilgeschottet und geschottet. Diese Einteilung beschreibt die Merkmale aktueller Schaltanlagenkonstruktionen nur noch unbefriedigend. · Zudem gab es auch formale Gründe für eine Aktualisierung, z. B. infolge der notwendigen Anpassung an die Produktnorm IEC 60694 (VDE 0670-1000) [5] [6]. Die richtungweisenden Anpassungen und Verbesserungen in der seit Februar 2007 allein gültigen IEC 62271-200 [2] (nach einer Übergangszeit von drei Jahren) sind in erster Linie: · Ablösung der „alten“ Norm für metallgekapselte Schaltanlagen (VDE 0670 Teil 6) und Ersatz durch VDE 0671 Teil 200 [2], · Klassifizierung der Schaltgeräte nach deren Art (Lastschalter, Leistungsschalter, Trennschalter, Erdungsschalter) und der Lebensdauer (Gebrauchsdauer), · neue Klassifizierung der Schotträume zur Unterstützung der konstruktiven Merkmale hinsichtlich Sicherheit, Betriebsverfügbarkeit und Instandhaltungsfähigkeit (Tafel ) · Bewertung einer Störlichtbogenqualifikation IAC mit Angabe der Belastungsdaten (früher Pehla-Richtlinie oder entsprechend VDE 0670 Teil 6, Anhang AA). Diese neuen Normen betreffen nur Schaltanlagen in Stationen nach Ablauf der Übergangsfrist vom Februar 2007. Der Altbestand ist nicht betroffen. Daraus ergibt sich, dass die Zeit des Betriebs „alter“ Anlagen nach und nach ausläuft. Somit sind hier rechtzeitig vorbeugende Überlegungen dazu anzustellen, was geschehen soll - genügt es, alte gegen neue Anlagenteile auszutauschen und dabei alle Anforderungen für Anlagen und Gebäude nach neuen Normen zu erfüllen oder lässt man sich eine komplette, typgeprüfte Station am Kranhaken liefern. Störlichtbogenprüfung - von Pelha zu IAC Heutzutage ist ein elektrischer Betriebsraum vielfach auch ein Arbeitsraum, in dem die anfallenden Arbeiten für Erweiterungen und Änderungen sowie die Dateneingaben mit Hilfe des Laptops vorgenommen werden. Hier ist der Personenschutz besonders wichtig. Auf dem Gebiet der Mittelspannungs-Ebene hat man die Bedeutung des Personenschutzes sowie der Schadensbegrenzung im Störlichtbogenfall bereits früh erkannt und darufhin die Pehla-Richtlinie Nr. 2 (1969) erarbeitet. In den folgenden Jahren wurde diese optionale Prüfanforderung in die VDE-Bestimmung 0670 Teil 6 als normativer Anhang AA übernommen. Mit der neuen Herausgabe der VDE 0671 Teil 200 [2] wurde die Störlichtbogenqualifikation Elektropraktiker, Berlin 62 (2008) 7 614 FÜR DIE PRAXIS Energieversorgung Aktueller Stand der Technik bei MS-Schaltanlagen G. Voß, Ladenburg In regelmäßigen Abständen nehmen die Normengremien Anpassungen der Bestimmungen an die fortschreitende technische Entwicklung vor. Dabei wird natürlich auch das betriebliche Umfeld einbezogen - von der Errichtung bis zur Bedienung der Schaltanlagen im Gebäude. Autor Dipl.-Ing. Gerhard Voß, Ladenburg, war marketingverantwortlich fur NS- und MS-Schaltanlagen bei BBC/ABB und betreute VDE-Fachseminare und NS-Fachtagungen im Bezirksverein Kurpfalz. IAC (Internal Arc Classified) eingeführt, die auch einige Anpassungen im internationalen Standard beinhaltet. Sie ist aber nach wie vor optional und unterliegt einer Vereinbarung zwischen Betreiber und Hersteller. Meistens wird die entsprechende Prüfung nach einer Risikoabschätzung vorgenommen (oder gar nicht ausgeführt). Wird sie durchgeführt, dann werden noch die Stromstärke und die Prüfdauer vereinbart - alles andere gibt die Norm vor. Anhand der Gegenüberstellung in Tafel läßt sich die Entwicklung leicht verfolgen. Hier ist auch mit einem einfachen Vergleich erkennbar, ob die „Nachrüstung“ einer nach Pehla geprüften Anlage bezogen auf die Anforderungen an ihrem Einsatzort sinnvoll ist. Generell gilt, dass eine erneute Prüfung von störlichtbogengeprüften Schaltfeldern im Bestand nach IAC nicht notwendig ist. Die wichtigsten Prüfkriterien sind u. a. die Prüfstromstärke, Prüfdauer, Deckenhöhe und Zugänglichkeit. Die Prüfbedingungen sind nun festgelegt und nicht mehr einer Vereinbarung zwischen Hersteller und Betreiber oder Prüflabor unterworfen. Außerdem ist es auch nicht mehr möglich, die Bewertungskriterien auszuwählen, wie es die VDE 0670 Teil 6 vorsah [3]. Zu den festgelegten Prüfbedingungen gehört u. a., dass der Prüfling aus mindestens zwei Schaltfeldern besteht, komplett bestückt sein muss und dass Tests in jedem Schottraum ausgeführt werden. Hersteller legen die Prüfdauer auf 1,0 s/0,5 s/0,1 s fest. Bei der Durchführung der Prüfung müssen folgende Kriterien erfüllet werden: 1. Alle Türen und Abdeckungen bleiben geschlossen. 2. Innerhalb der Prüfdauer tritt kein Bruch der Kapselung auf. Elektropraktiker, Berlin 62 (2008) 7 615 Sortimo Globelyst ist dank seiner Aluminium Space Frame Struktur nicht nur extrem stabil, sondern auch sehr leicht. Keine unnötig schwere Fahrzeugeinrichtung beschneidet Ihre Transportkapazität. Mit Sortimo Globelyst bleibt Ihnen das Maximum an nutzbarer Zuladung erhalten. Weniger Eigengewicht bedeutet immer auch geringere Treibstoffkosten. 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I D E E N F Ü R P R O F I S Sortimo International Gmb H · 86441 Zusmarshausen · Tel. 08291 850-0 · Kostenlose Sortimo Hotline 0800 7678466· E-Mail info@sortimo.de · www.sortimo.de Tafel Beispiele für Klassifikationen nach IEC 62271-200 und alte Bezeichnungen Merkmale nach IEC 62271-200 Beispiel 1 Beispiel 2 Beispiel 3 Luftisolierte Anlage Gasisolierte Anlage Luftisolierte Anlage Schotträume SS: werkzeugabhängig SS: werkzeugabhängig SS: werkzeug- und verfahrensabhängig zugänglich zugänglich zugänglich LS: verriegelungsgesteuert LS: nicht zugänglich LS mit Kabel: verriegelungsgesteuert zugänglich Kabel: werkzeugabhängig zugänglich Kabel: werkzeugabhängig zugänglich zugänglich Zwischenwände und Shutter Klasse PM (metallisch) Klasse PM (metallisch) Klasse PM (metallisch) Betriebsverfügbarkeit Kategorie LSC 2B Kategorie LSC 2B Kategorie LSC 2A Bild Alte Bezeichnung nach IEC 60298 metallgeschottet metallgeschottet teilgeschottet Energieversorgung FÜR DIE PRAXIS Elektropraktiker, Berlin 62 (2008) 7 616 3. Bis zur Höhe von 2 m dürfen keine Löcher in die frei zugänglichen äußeren Teile der Kapselung brennen. 4. Indikatoren dürfen sich nicht durch heiße Gase entzünden. 5. Erdverbindungen bleiben wirksam. Nach einer bestandenen Prüfung stehen dem Anwender die folgenden Zusatzangaben zur Verfügung: Der Zugänglichkeitsgrad A (nur für Fachpersonal) oder B (öffentlich zugänglich), die Angabe der geprüften zugänglichen Seiten F, L oder R (Front, Lateral oder Rear Side), sowie die Prüfstromstärke in kA und auch die Prüfdauer in Sekunden. Beispiel. Die Prüfung der nachfolgend beschriebenen Schaltanlage ergab die Angaben: IAC A FLR 31,5 kA 1s. Das 12-kV-Anlagensystem Malu 12-DSS 31,5 kA (Fa. Minis + Systeme) wurde an zwei Feldern in folgenden vier Schotträumen mit 9,7 kV und 31,5 kA für die Dauer von 1 s geprüft (Bilder , ): · am Abgang (rechts) im Leistungsschalterraum (Feld 2), · am Lasttrenner vorne unten, auf Sammelschiene I (Feld 2) · am Lasttrenner hinten oben, auf Sammelschiene II (Feld 1) · an der Einspeisung im Leistungsschalterraum (Feld 1) Alle Prüfvorgänge wurden per Video-Kamera dokumentiert und stellten eine interessante Aufgabe für den durchführenden Ingenieur dar [7]. Der Auftraggeber dieser Prüfung (Stadtwerke Waiblingen) war sichtlich zufrieden [7] [8]. Fertigstationen nach neuer Norm Mit der Überarbeitung der Norm für Mittelspannungs-Schaltanlagen war auch die Norm für fabrikfertige Stationen (IEC 61330), in die der Einbau dieser Schaltfelder erfolgt, reif für eine Aktualisierung. Diese Stationen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, weil mit ihnen auch Schaltanlagen (NS und MS) sowie Trafos kompakt, kostengünstig, schnell und typgeprüft geliefert werden können. Im Juni 2006 wurde die Überarbeitung der Stationsnorm abgeschlossen und am 1.9.2006 von CENELEC verbindlich übernommen. Sie löste die VDE 0670 Teil 611 ab. Von Bedeutung sind für die Neuausgabe VDE 0671 Teil 202 [9] [10]: Kriterium Pehla-Richtlinie Nr. 2 in VDE 0670 Teil 6 VDE 0671 Teil 200 Anforderungen des Anwenders VDE 0670 Teil 601 (1981) Anhang AA (1994) IAC ..... (2007) (Gebäude) Anordnung zur Decke 2 m + Abstand zur Decke 2 m + Abstand zur Decke Abstand zur Decke 60 cm. Deckenhöhe über der Anlage Anlage < 1,5 m, Raum > 2 m (... cm?) Anordnung zur Rückwand Wie zugänglich? · zugänglich Abstand 30 cm (Indikatoren) Abstand 30 cm (Indikatoren) Abstand 30/80 cm (Indikat.) · nicht zugänglich Abstand nicht definiert Abstand nicht definiert Abstand 10 cm zur Wand Prüfdauer: 1,0/0,5/0,1 s 1,0 s bis 1,0 s 1,0/0,5/0,1 s ... s (Wunsch?) Prüfstrom [kA] max. entprechend Einsatz- max. entprechend Einsatz- Kurzschluß-Ausschaltstrom ... kA (Wunsch?) gebiet gebiet Prüfanordnung ? Vereinbarung, aber Festgelegt, z. B. 2 Felder Anlagengröße? repräsentativ für normale Lichtbogenleitbleche? Betriebsbedingungen Kriterium 1: Ja Ja Ja, bleibende Verformung Ja Türen und Abdeckungen kleiner als Wandabstand bleiben geschlossen Kriterium 2: Ja, keine umher- Ja, keine umher- Ja, mit umherfliegenden Ja Kein Bruch der Kapselung fliegenden Teile fliegenden Teile Teilen < 60 g Kriterium 3: Ja Ja Ja Ja Keine Löcher in (nur) bis 2 m Höhe zugängliche Seiten Kriterium 4: Krit. 4: senkrechte Indikat. Krit. 4: senkrechte Indikat. Ja Ja Indikatoren dürfen Krit. 5: waagerechte Indikat. Krit. 5: waagerechte Indikat. nicht brennen Kriterium 5: = Kriterium 6 = Kriterium 6 Ja Ja Erdverbindungen bleiben wirksam Zugänglichkeit: A oder B A oder B A oder B oder C Welche? A: nur Fachpersonal Mischform möglich, und z. B.: L und/oder R B: öffentlich z. B. IAC AFL BR C: auf Mast montiert F: Front L: Seitenwand R: Rückwand Indikatoren: Ja Ja Ja Ja senkrecht + waagerecht Lichtbogen-Zündung Kupfer-Draht Metalldraht Metalldraht Ja Zündort Für größtmögliche Für größtmögliche Zündung a) nur im Endfeld* Für größtmögliche Beanspruchung wählen Beanspruchung wählen b) im jeweiligen Schottraum Beanspruchung wählen an der von der Einspeisung entferntesten Stelle** c) Energieflußrichtung, d. h. immer Abzweigfeld*** Indikatoren 150 mm · 150 mm Cretone für A, Baumwollbatist für B Bewertung Kriterien einzeln bewertet: Kriterien einzeln bewertet: Kriterien gesamt bewertet: Information „Beschreibung der Aus- ,,Beschreibung der Aus- ,,bestanden“ oder „nicht wirkungen“ wirkungen" bestanden" Dokumentation Prüfbericht lesen Prüfbericht lesen IAC-Qualifikation auf Leis- Information tungsschild mit Angabe: Zugänglichkeitsgrad, qualifizierte Seiten, Prüfstrom, Prüfdauer * Größte zugängliche Fläche und somit höchste Wahrscheinlichkeit eines Aufenthalts von Menschen ** Längste Brenndauer an einer Stelle, die die größte Beanspruchung der Kapselung darstellt *** Ist die Zahl der Abzweigfelder größer als die der Einspeisung, ist somit höchste Wahrscheinlichkeit dieser Fehlerbedingung gegeben Tafel Vergleich der Kriterien von Störlichtbogenprüfungen bei Mittelspannungs-Schaltanlagen FÜR DIE PRAXIS Energieversorgung Elektropraktiker, Berlin 62 (2008) 7 617 Prüfanordnung (links) und Übersichtsschaltplan (rechts) der als Beispiel genannten Schaltanlage · Wegfall der Leistungsbeschränkung auf 1600-kVA-Transformatoren sowie die Aufnahme von Stationen mit mehr als einem Transformator, · Modifizierung der Erwärmungsprüfung und Einführung zusätzlicher Gehäuseklassen, · Auswahlhinweise für eine Störlichtbogenqualifikation und deren Prüfung. Die restlichen Änderungen entsprechen weitgehend der gängigen Praxis in Deutschland. Bei der Vielzahl der möglichen Varianten einer Station, unterschiedlichsten Kombinationen aus Stationsgehäusen, MS-Schaltanlagen, NS-Schaltanlagen und Transformatoren ist es nicht möglich, alle Varianten komplett einer Typprüfung zu unterziehen. Analogieschlüsse von einer geprüften Ausführung auf andere sind daher unvermeidlich. Eine derartige Verfahrensweise ist unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Auf diese Möglichkeit wird nicht nur in der neuen Norm [10] ausdrücklich hingewiesen - es werden darüber hinaus auch Kriterien festgelegt, die bei einem Analogieschluß zu beachten sind. Die neue Norm gilt nur für neu hergestellte Stationen. Nach Inkrafttreten und Ablauf der Übergangsfrist von drei Jahren (1. 9. 2009) ist Energieversorgung FÜR DIE PRAXIS Jetzt bestellen! Expl. Bestell-Nr. Autor/Titel /Stück 3-341-01210-0 Brösicke, Sonnenenergie 29,80 Firma/Name, Vorname Branche/Position/z. Hd. Telefon/Fax E-Mail Straße, Nr./Postfach Land/PLZ/Ort Datum/Unterschrift ep0807 Sonne als Marktchance Orientierungshilfe für neue Tätigkeitsfelder Elektrofachkräfte finden hier den Überblick über das gesamte Spektrum der Energiequelle Sonne Anregungen für wirtschaftlich attraktive Geschäftsideen die physikalischen und technischen Grundlagen der Energiegewinnung wichtige Planungshinweise Bewertungen und Aussagen zur Wirtschaftlichkeit Firmenverweise, Softwarenennungen, Literatur. Preisänderungen und Liefermöglichkeiten vorbehalten Ich bestelle zur Lieferung gegen Rechnung zzgl. Versandspesen zu den mir bekannten Geschäftsbedingungen beim huss-shop, HUSS-MEDIEN Gmb H, 10400 Berlin KUNDEN-NR. (siehe Adressaufkleber oder letzte Warenrechnung) NEU HUSS-MEDIEN Gmb H 10400 Berlin Direkt-Bestell-Service: Tel. 030 42151-325 · Fax 030 42151-468 E-Mail: bestellung@huss-shop.de www.huss-shop.de Aus dem Inhalt Solarthermie Photovoltaik Windkraft Wasserkraft Wärmepumpen Biokraft Brennstoffzellen Energiespeicher Brösicke, Sonnenenergie, 180 S., 149 Abb., Paperback, Bestell-Nr. 3-341-01210-0, 29,80 nur noch sie anzuwenden, der Altbestand ist nicht betroffen. Generell spricht auch nichts dagegen, Prüfungen nach der „alten“ Norm für den Störlichtbogenschutz (siehe Tafel ) zu akzeptieren, wenn sie den Bedingungen der neuen Norm entsprechen. Vorzüge typgeprüfter fabrikfertiger Stationen Mit der überarbeiteten Norm für fabrikfertige Stationen werden die Vorzüge des Einsatzes einer typgeprüften Fertigstation - auch Betonstation - für den Anwender gefördert. Zum Beispiel können diese Stationen problemlos in Gebäude integriert werden, weil sie auch störlichtbogengeprüft sind. Es ist ebenso möglich, alte Umspannstationen im Werksbereich durch Betonfertigstationen komplett mit MS-Anlagen, Trafos und NS-Anlagen zu ersetzen [11] (Bild ). Mit dem Einsatz eines modular aufgebauten Betongebäude-Systems, wie es Betonbau in Waghäusel und in drei weiteren Werken in Deutschland fertigt, lassen sich die beschriebenen Stationen wirtschaftlich und schnell errichten [6] [12]. Außerdem ist der Platzbedarf vergleichsweise gering, sodass sich die technische Lösung empfiehlt, wie am Beispiel Mainsite Gmb H praktiziert. Schlüsselfertige Betonstationen tragen somit zur schnellen Bereitstellung der Energieversorgung bei. Allmähliger Austausch der Nachkriegs-Anlagen Man muss sich darüber im Klaren sein, dass Mittelspannungs-Anlagen der 1950er Jahre Feld für Feld durch Schaltanlagen der neuen Generation ersetzt werden müssen. Oftmals wird diese Modernisierung durch eine notwendig gewordene Ertüchtigung der Mittelspannungs-Schaltanlagen angestoßen. Beispielsweise sind in deutschen Mittelspannungsnetzen etwa 600000 Netzstationen installiert [8], sodass bei einer angenommenen durchschnittlichen Betriebslebensdauer von 40 Jahren jährlich etwa 15000 Stationen zur Erneuerung anstehen. Zum Umfeld dieser MS-Schaltanlagen gehören auch die Gebäude. Die umfangreichen baulichen sowie elektotechnischen Bestimmungen und weiteren Anforderungen an elektrische Betriebsräume überfordern Gebäudeplaner oftmals. Somit besteht eine sichere Problemlösung darin, typgeprüfte fabrikfertige Stationen in das Gebäude zu integrieren, die auch störlichtbogengeprüft sind. Die Umrüstung einer älteren MS-Doppelschienen-Schaltanlage rechnet sich und bringt für den Betrieb einige Vorzüge, wie das Beispiel der Stadtwerke Waiblingen zeigt [7]. Wichtig ist dabei in jedem Fall eine gute Koordination der Arbeiten und dass die neuen Schaltfelder nach dem neuesten Stand des Personen- und Anlagenschutzes auch störlichtbogengeprüft sind. Außerdem ist es oft unverzichtbar, dass der Anlagenbetrieb auch während der Umrüstung und Modernisierung jederzeit gewährleistet ist, sodass Kunden von den Maßnahmen unbehelligt bleiben. Es ist eine Frage der Zeit, wann ältere Schaltanlagen gegen neue technische Ausführungen ausgetauscht werden müssen. Jedoch steht außer Frage, dass dann die Ersatzanlagen an den neuesten technischen Bedingungen und Bestimmungen gemessen werden. Dies ist besonders bei einem Unfall von Bedeutung, da der Anlagenbetreiber für den ordnungsgemäßen Zustand der Anlage verantwortlich ist. Fazit Mit der Aufarbeitung der Normen wurde ein bedeutender Schritt für die nächsten 10 bis 20 Jahre vorgenommen. Auch das Umfeld für die fabrikfertigen Stationen ist mit der Aktualisierung auf dem neuesten, koordinierten Stand. Das gibt den Anwendern und Planern Sicherheit für die notwendigen Erneuerungen. Die heutige Basis der Mittelspannungs-Anlagentechnik (konventionell und gasisoliert) mit den neuen technischen Updates befindet sich demzufolge auf einem guten Weg in die Zukunft [1]. Literatur [1]Voß, G.: VDE-Fachseminar: Das Update der Fachkompetenz für MS-Schaltanlagen und -Stationen. Veranstaltet im HDT, der TAE und in VDE-Bezirksvereinen. [2]IEC 62271-200 (VDE 0671-200):2004-10 Hochspannungs-Schaltgeräte und Schaltanlagen - Teil 200: Metallgekapselte Wechselstrom-Schaltanlagen für Bemessungsspannungen über 1 kV bis einschließlich 52 kV. [3]Müller, A.: IEC 62271-200: Neue Klassen in der MS-Schaltanlagennormung. etz 15/2003, S. 12-15. [4]Dullni, E.: Auswirkungen der IEC 62271-200 auf Typprüfungen an MS-Schaltanlagen. etz 12/2007, S. 44-50. [5]IEC 60694 (VDE 0670-1000):2002-09 Gemeinsame Bestimmungen für Hochspannungs-Schaltgeräte-Normen. [6]Koch, H.; Müller, A.; Primus, J.-F.; Stommel, Th.: DIN EN 62271-202 - fabrikfertige HS-/NS-Stationen mit höherer Qualität. Ew jg 106 (2007), Heft 7, S. 80-85. [7]Schulze, H.-D.; Voß, G.: Erneuerung von Mittelspannungs-Schaltanlagen bei laufendem Betrieb. Netzpraxis 6/2006, S. 30-33. [8]Bessei, H.: Großes Interesse an der Modernisierung von Netzstationen. Netzpraxis 3/2007, S. 18-21. [9]IEC 62271-202 (VDE 0671-202):2007-08 Hochspannungs-Schaltgeräte und -Schaltanlagen - Teil 202: Fabrikfertige Stationen für Hochspannung/Niederspannung. [10]Brüggemann, G.: Neue Norm für fabrikfertige Stationen für Hoch-/Niederspannung. Netzpraxis 11/2006, S. 24-31. [11]Voß, G.: Schaltanlagen in fabrikfertigen Betonstationen, Elektrizitätswirtschaft 14/2006, S. 42-43 [12]Primus, I.-F.: Neue Gebäudemodule für normgerechte und kostengünstige Schalthäuser und Umspannwerke. Elektrizitätswirtschaft 6/2000, S. 43-50. [13]Voß, G.; Grundl, A.: Schaltanlagen für die sichere Stromversorgung. Elektropraktiker, Berlin 59 (2005) 5, S. 388-390. Elektropraktiker, Berlin 62 (2008) 7 618 FÜR DIE PRAXIS Energieversorgung Schaltanlage, die an zwei Feldern in vier Schotträumen geprüft wurde Beispiel für eine typgeprüfte Schaltanlage als Fertigstation
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- G. Voß
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