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Sonstige Bereiche | Elektromobilität

Was sonst noch geschah

Kurzschluss – Der Wochenrückblick 2

21.01.2017

Die schönsten Ereignisse der Woche – von klugen Kühlschränken, unklugen Selfies, Kampfmaschinen, Elektro-Doping, Fast-Food-Computern und dem ersten echten Luxus-E-Auto von Mercedes-Benz

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Der US-Amerikaner Ryan Negri wollte das gleich ausprobieren. Er fuhr mit Frau und zwei Hunden in die Wüste von Nevada.

So weit, so gut.

Unterwegs hielt er an, um die Hunde ordentlich zu platzieren. Er stellte den Motor aus. Dann die Überraschung: In der Wüste gibt es kein Handy-Netz. Ohne Netz kein funktionierendes Smartphone, ohne Smartphone kein Motorstart. Und keine Möglichkeit, Hilfe zu holen.

Ryan Negri blieb im Auto und schickte seine Frau zu Fuß durch die Wüste. Nach einigen Kilometern hatte sie das Funkloch durchquert und organisierte mit dem Smartphone Hilfe für die gestrandete Familie.

Lektion fürs Leben: Fahre ein Auto niemals ohne Zündschlüssel.

Früher ging Autos das Benzin aus. Heute stehen sie im Funkloch. In beiden Fällen sind sie plötzlich nutzlos (Bild: Ryan Negri)

Eine andere Lektion erteilte die US-Verkehrsbehörde NHTSA jenen Autofahrern, die glauben, ein teilautonomes Fahrzeug bewege sich quasi von allein.

Ausgangspunkt war ein Unfall im Mai 2016. Der Fahrer eines Tesla S hatte den Autopilot eingeschaltet. Als ein nach links abbiegender Sattelschlepper die Fahrspur kreuzte, fuhr der Tesla mit 120 km/h frontal auf. Der Fahrer erlag den Verletzungen.

Offenbar hatten die Kameras des Tesla den weißen Truck vor weißem Gegenlicht nicht registriert. Auch das Radar des Autos ignorierte den weißen Truck. Es übersieht bewusst alles, was wie ein hoch montiertes Straßenschild wirkt.

Im Untersuchungsbericht zum Unfall erklärte die NHTSA: Tesla trifft keine Schuld. Jeder Fahrer eines Autos mit Automatikbetrieb muss wissen, dass er allein die Verantwortung trägt. Denn das Wort Automatik ist missverständlich. Es handelt sich nur um Assistenzsysteme. Der Fahrer muss auch bei eingeschalteten Systemen mit beiden Händen lenken und immer bereit sein, zu bremsen.

Wer hätte das gedacht?

Dass die Assistenzsysteme trotzdem keine unnützen Spielereien sind, belegt die NHTSA mit einer interessanten Zahl. Seit Aktivierung der Autopilotfunktion sind die Unfälle mit Tesla-Pkw um 40 Prozent gesunken.


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Autor
Name: Jürgen Winkler