
Was sonst noch geschah
Kurzschluss – Der Wochenrückblick 2
Die schönsten Ereignisse der Woche – von klugen Kühlschränken, unklugen Selfies, Kampfmaschinen, Elektro-Doping, Fast-Food-Computern und dem ersten echten Luxus-E-Auto von Mercedes-Benz
Auch Kampfmaschinen mit charmantem österreichischen Akzent sind nicht gut für die Gesundheit ihrer Gegner. Damit nicht eines Tages doch noch ein Terminator T-800 in Europa um sich schießt, will ihnen die EU einen Killswitch verpassen, sozusagen ein Not-Aus für Arnie (Video: SceneCube)
Apropos Killswitch: In Schweden wird ein System entwickelt, das Autoradios stummschaltet, wenn sich ein Fahrzeug mit Sondersignal nähert. Offenbar lieben die Schweden laute Musik im Auto und überhören das Signal.
Damit der Fahrer Zeit hat, um auf das Einsatzfahrzeug zu reagieren, wird sein Radio ca. 15 Sekunden vor der Begegnung per FM-Signal über das Radio Data System (RDS) zum Erstummen gebracht. Gleichzeitig liest er eine Textbotschaft im Display. Sie schützt ihn vor der irrtümlichen Annahme, sein Radio sei defekt.
Mit Defekten kennen sich auch Apple, Tesla und Samsung aus. Ihre Akkus leiden an unerklärlichem Kapazitätsschwund (Apple) oder spontaner Entflammung (Tesla, Samsung). Letzterem kann bald abgeholfen werden. An der Universität Stanford gelang es Forschern, einen selbstlöschenden Akku zu entwickeln.
Bei starker Erhitzung schmilzt der Separator zwischen den Elektroden. In den Separator haben die Forscher das Flammenschutzmittel Triphenylphosphat injiziert. Der Brand wird sofort gelöscht.
So gut das klingt, gibt es doch einen Haken: Smartphones sollen immer dünner werden. Mit dem Flammenschutzmittel steigt die Dicke des Separators. Doch jeder Millimeter mehr für Brandschutz wird am Veto der Designer scheitern.

Explodiertes Samsung Galaxy Note 7 (Bild: Android Authority)
Medizinische Geräte kann man ein- und wieder abschalten. Damit das Abschalten nicht zu früh passiert, entwickelten Wissenschaftler in Großbritannien ein System, um mit künstlicher Intelligenz die Lebensdauer herzkranker Patienten mit hoher Sterbewahrscheinlichkeit vorherzusagen – nicht, um sie schnellstmöglich in die Anatomie zu schieben, sondern damit sie bevorzugt behandelt werden.
Wissen Sie eigentlich, was Ihr Navi treibt? Wie Forbes herausfand, senden Autos mit intelligenten Navigations- und Bordsystemen seit 15 Jahren munter ihre Daten an die Hersteller. Daraus lassen sich präzise Bewegungsprofile erstellen. Die Überwachung ist so genau, dass 2009 das Auto eines Drogendealers im Pulk anderer Fahrzeuge identifiziert und verfolgt werden konnte.
