Aus dem Facharchiv: Lernen & Können
Fachbegriffe aus der Elektrotechnik: Was versteht man unter …
Brennbarer Baustoff
Baustoff, der nach dem Entflammen ohne eine zusätzliche Wärmequelle weiterbrennt.
Funktionale Sicherheit
„Funktionale Sicherheit“ bezeichnet die Sicherheit von Erzeugnissen, Verfahren oder Systemen (engl. safety instrumented systems, Abk. SIS) auf der Grundlage einer Gefährdungs und Risikoanalyse. Neben der bestimmungsgemäßen Verwendung der Erzeugnisse, Verfahren oder Systeme ist auch ein vorhersehbarer Missbrauch in Betracht zu ziehen. Die „funktionale Sicherheit“ wird durch einen bestimmten SicherheitsIntegritätslevel (engl. safety integrity level, Abk. SIL) dokumentiert, z. B. nach den Sicherheitsgrundnormen der Reihen DIN EN 61508 (VDE 0803), DIN EN 61511 (VDE 0810) sowie DIN EN 62061 (VDE 011350), und gemäß DIN 820120 (ISO/lEC Guide 51) in Normen festgelegt.
Signaltechnische Sicherheit
„Signaltechnische Sicherheit“ bezeichnet die Eigenschaft elektrischer BahnSignalanlagen (DIN VDE 0831), dass während des Betriebs daran auftretende Fehler immer zu einem zulässigen Fehlzustand führen. Verkehrsgefährdende Signalisierungszustände sind auch bei StraßenverkehrsSignalanlagen (SVA) nach DIN VDE 0832100 auszuschließen.
Erhöhte Sicherheit
Elektrische Betriebsmittel mit der Zündschutzart „e“ bieten gemäß DIN EN 60 0797 (VDE 01706) „erhöhte Sicherheit“ (engl. increased safety). Diese Betriebsmittel schließen eine Zündung der umgebenden explosionsfähigen Atmosphäre aus.
Autor: R. Müller
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