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Bild: Engie Vianeo
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Ladeinfrastruktur

Autobahnraststätten in Frankreich mit 320 Hochleistungs-Ladesäulen ausgestattet

21.07.2023

Engie Vianeo hat sich über seine Tochtergesellschaften Engie Solutions und SSEC (ein Joint Venture mit Certas Energy France) für eine Zusammenarbeit mit Siemens Smart Infrastructure entschieden, um eine Reihe von Ladestationen der neuesten Generation einzurichten.

Diese werden in den Netzen Sanef (Société des Autoroutes du Nord et de l'Est France), APRR (Autoroutes Paris-Rhin-Rhône), Area (Société des Autoroutes Rhône-Alpes) und Vinci Autoroutes eingesetzt. Die Ladesäulen vereinen Effizienz und Geschwindigkeit und bieten eine modulare Leistung von 160 kW bis 300 kW. Damit kann die Batterie eines Elektrofahrzeugs innerhalb von 20 Minuten auf bis zu 80 % geladen werden. Jede Ladesäule sorgt für eine dynamische Verteilung der Ladung auf zwei Fahrzeuge gleichzeitig und ist mit einem 24-Zoll-Bildschirm ausgestattet, der für ein optimiertes Benutzererlebnis sorgt. Da die Ladesäulen einen konstanten Wirkungsgrad von über 95,5 % haben, wird Strom optimal an die Fahrzeuge übertragen. Dadurch lassen sich die Energiekosten optimieren.

E-Mobilität als Herausforderung einer nachhaltigen Entwicklung

Im Zuge der aktuellen Herausforderungen, die mit der Energie- und Verkehrswende verbunden sind, entwickelt sich der Mobilitätsmarkt seit Jahren ständig weiter. Im Jahr 2022 wurden in Frankreich fast 200.000 Elektrofahrzeuge zugelassen – ein Anstieg von 26 % gegenüber 2021. Ende 2022 waren mehr als 1,1 Millionen Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge auf französischen Straßen unterwegs. Im Rahmen des aktuellen (Stand 2023) Steps-Szenarios (Stated Policies Scenario) der Internationalen Energieagentur (IEA) sollen laut der globalen Prognose auf Basis bestehender politischer Maßnahmen und fester Ziele bis zum Jahr 2030 35 % aller verkauften Fahrzeuge Elektroautos sein – in der vorherigen Prognose lag der Anteil noch unter 25 %.

Frankreich hat im Mai 2023 den Meilenstein von 100.000 öffentlich zugänglichen Ladepunkten überschritten. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist ein Schlüsselelement, um die Entwicklung der Elektromobilität zu unterstützen. Laut Berechnungen von Avère France werden bis 2030 zwischen 330.000 und 480.000 öffentlich zugängliche Ladestationen benötigt.

Schon heute bietet Siemens Antworten auf die Herausforderungen von morgen mit leistungsfähigen, interoperablen und skalierbaren Lösungen für die Ladeinfrastruktur von Elektrofahrzeugen. Siemens eMobility bietet IoT-fähige Hardware, Software und Services zum Laden mit Wechselstrom (AC) und Gleichstrom (DC) mit einer Leistung von 11 bis 300 kW für unterschiedliche Anwendungen in einem Umfeld, in dem Energie-, Gebäude- und Verkehrsnetze intelligent und daher verbunden und interoperabel sein müssen.

„Wir freuen uns sehr, bei diesem Projekt mit Siemens zusammenzuarbeiten. Der Ausbau des landesweiten Ladenetzes ist von entscheidender Bedeutung für die Mobilität von morgen, in der die Nutzung von Elektroautos immer weiter verbreitet sein wird. Wir brauchen eine absolut sichere Technik, um den sorgfältigen Umgang mit unseren Energieressourcen und eine maximale Verfügbarkeit der Ladestationen zu gewährleisten. Genau das wird seitens der Fahrer von Elektrofahrzeugen auch verlangt. Dank technischem Know-how und Engagement für die Dekarbonisierung ist Siemens der ideale Partner für dieses Projekt“, sagte Didier Liautaud, Generaldirektor von Engie Vianeo France.

„Wir sind stolz darauf, Engie Vianeo bei der Einführung dieser Lösung zu begleiten, die für die Elektrifizierung der Mobilität von morgen unerlässlich ist. Wie unser Partner setzen auch wir uns für eine CO2- und barrierefreie Mobilität ein. Mit ihrem skalierbaren Design und dynamischer Ladekapazität ist die Reihe Sicharge D ein großer Schritt nach vorne, um die Herausforderungen der Elektromobilität zu meistern“, erklärte Olivier Delassus, Leiter der Geschäftseinheit eMobility bei Siemens Smart Infrastructure Frankreich.