Anzeige

Aus dem Facharchiv: Normen und Vorschriften
Informationstechnik – LWL - DIN VDE 0800-173-100 (VDE 0800-173-100) 2019-06

Diese neu erschienene Norm klassifiziert Lichtwellenleiter-Übertragungsstrecken in Kommunikationskabelanlagen nach DIN EN 50173-1 (VDE 0800-173-1).

(Bild: monsitj/stock.adobe.com)

 DIN VDE 0800-173-100 (VDE 0800-173-100) 2019-06

Informationstechnik – Anwendungsneutrale Kommunikationskabelanlagen – Teil 100: Klassifizierung von Lichtwellenleiter-Übertragungsstrecken

Die Norm dient dazu, für eine anwendungsneutrale Verkabelung eine breite Palette von Anwendungen zu ermöglichen. Weiter soll den Anwendern dieser Norm die Auswahl des Verkabelungssystems in Abhängigkeit von den beabsichtigten Anwendungen erleichtert und eine zukunftssichere Klassifizierung von LWL-Verkabelungen generiert werden, die als Grundlage für zukünftige Produktentwicklungen dienen kann. Auch Systemanforderungen an Gesamt-, Teil- oder erweiterte Systeme durch die Angabe von LWL-Klassen sind beschrieben.

Erläutert wird durch das Regelwerk die Klassifizierung von herstellerunabhängigen Lichtwellenleiter-Kommunikationskabelanlagen, die sich aus mehreren Komponenten zusammensetzen. Die Norm bezieht sich auf die IEC- und EN-Normen für Verkabelungskomponenten, z. B. Lichtwellenleiterkabel und Steckverbinder.

Weiter wird Bezug auf EN-Normen für die Installation und den Betrieb von anwendungsneutralen Verkabelungsanlagen sowie für die Prüfung der installierten Verkabelungsstrecken genommen. Anwendungen, die z. B. von den technischen Ausschüssen des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) und der Fibre Channel Industry Association (FCIA) spezifiziert werden, fallen ebenfalls in den Anwendungsbereich.

Die durch diese Norm definierten Klassen beschreiben die Anforderungen an die Übertragungsstrecken und basieren auf einer maximal zulässigen Einfügedämpfung in dB für maximale Übertragungsstreckenlängen. Die Einfügedämpfung der Steckverbindungen wird mit einem Wert von jeweils 0,75 dB angenommen. Für Hochgeschwindigkeitsanwendungen (wie 40 Gigabit-Ethernet) ist eine maximale Gesamteinfügedämpfung aller optischen Steckverbindungen von 1,0 dB zulässig.

Die Bandbreite der Übertragungsstrecke wird implizit bestimmt durch das Bandbreiten-Längenprodukt der verwendeten Faser, wobei hier die kleinste verbaute Kategorie dominiert. Bei Fasern mit einem Dämpfungskoeffizienten deutlich kleiner als dem Grenzwert kann eine Bandbreitenbegrenzung erfolgen.

Dieser Artikel wurde unserem Facharchiv entnommen.

Kommentare

botMessage_toctoc_comments_926
Anzeige

Nachrichten zum Thema

Aus dem Facharchiv: Leseranfrage Sprache des Prüfprotokolls

In welcher Sprache muss ein Prüfprotokoll in Deutschland verfasst werden?

Weiter lesen

+++ News +++ 14. Jahrestagung Elektrosicherheit 2020 Jährliches Elektrofachforum jetzt im hybriden Format

Aufgrund begrenzter Präsenz-Plätze findet die WEKA-Jahrestagung am 17./18. November sowohl mit Präsenz vor Ort, als auch virtuell per Livestream statt.

Weiter lesen

+++ News +++ DGEW: EFK als Referenten Elektrofachkräfte als Referenten für Seminare gesucht

Die Deutsche Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit (DGWZ) sucht Elektrofachkräfte als Referenten.

Weiter lesen

Der Industrierouter RUTX12 verfügt über zwei gleichzeitig nutzbare LTE-CAT-6-Modems. Dadurch können Geschwindigkeiten von bis zu 600 Mbit/s erreicht werden.

Weiter lesen

Aus dem Facharchiv: Elektropraxis Weitbereichs-Strommessung ohne Umschaltungen

Die Messung von Strömen, insbesondere die von Gleichstrom, erfolgt meist durch das Einfügen eines Shuntwiderstands in den Laststromkreis und die Erfassung der am Widerstand abfallenden Spannung. Dieses Verfahren ist leicht anwendbar, weist aber...

Weiter lesen
Anzeige