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+++ News +++ Windenergie
Brandenburg: Zu wenige neue Windkraftanlagen, um Ausbauziele zu erreichen

Nach dem „Katastrophenjahr 2019“ zieht der Ausbau der Windenergie in Brandenburg leicht an. Ein Netto-Zubau von 205 MW bleibt aber zu niedrig: Um das selbstgesteckte Ausbauziel von mindestens 10.500 MW installierter Leistung Windenergie bis 2030 zu erreichen, müssten in Brandenburg jährlich netto 300 MW zugebaut werden.

(Bild:engel.ac/stock.adobe.com)

Um dieses Ausbauziel zu erreichen, braucht es eine verbindliche Flächenverfügbarkeit und eine durchgehende Repowering-Strategie, die Bestandsflächen berücksichtigt und für die Zukunft sichert. 2020 wurden in Brandenburg 43 Anlagen mit 33 MW rückgebaut. Das ist der höchste Wert bundesweit.
Anlässlich der vom Bundesverband WindEnergie (BWE) in Berlin veröffentlichten Zubauzahlen für die Windenergie an Land erklärt Jan Hinrich Glahr, Vorsitzender des BWE Landesverbandes Berlin Brandenburg:

„2019 war ein Katastrophenjahr für die Windenergie in Brandenburg. Im Vergleich dazu hat sich der Zubau 2020 wieder etwas stabilisiert. Um die Ausbauziele der Energiestrategie des Landes bis 2030 zu erreichen, ist der Ausbau der Windenergie aber nach wie vor viel zu langsam. Wir müssen auch berücksichtigen, dass in den kommenden Jahren immer mehr Altanlagen vom Netz gehen werden.“

Die Abgeordneten des Landtages Brandenburg debattieren am 27.01.2021, auf Antrag der Freien Wähler einen Gesetzentwurf zum Verbot von Windenergie im Wald. Zur aktuellen Debatte um die Nutzung von Wäldern für die Windenergie sagt Jan Hinrich Glahr mit direktem Bezug auf die Ausbauziele: „Vor dem Hintergrund der geringen Zubauzahlen muss sich die Regierungskoalition von SPD, CDU und Grüne im Klaren sein, dass ein pauschales Verbot von Wind im Wald rein politisch motiviert wäre. Kommt es zum Verbot, müssen alternative Flächen gefunden werden.“

Mehr Informationen unter www.windkraft-brandenburg.de

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