Bundeskartellamt fordert mehr Wettbewerb bei Ablesediensten
Vermieter bestellt, Mieter zahlt
Einmal im Jahr finden Mieter den Zettel an der Tür, der den Ablesedienst ankündigt. Doch kaum einem Mieter ist bewusst, was das für seine Betriebskosten bedeutet.
Satte Renditen für Investoren
Die beiden größten Unternehmen – ista (5.000 Mitarbeiter) und Techem (3.500 Mitarbeiter) – stehen laut Branchenkreisen zum Verkauf. Um bei den Transaktionen möglichst hohe Erlöse zu erzielen, verspricht man den Investoren satte Renditen. Beide Unternehmen gehören den großen Kapitalanlegern CVC (ista) und Macquarie (Techem). Sie wandern seit Jahren durch das Portfolio verschiedener Beteiligungsgesellschaften der Private Equity (PE).
Etwaige Gesetzesänderungen könnten sich allerdings auf den Kaufpreis auswirken. Interessenten dürfen geltend machen, dass durch die gesetzlichen Maßnahmen ein erhöhter Wettbewerb droht, der die Gewinnmargen beeinträchtig. So will man vor dem möglichen Exit den Ausgang der Sektorenuntersuchung abwarten.
Der Zählerhersteller Qundis wurde unterdessen an den strategischen Investor Kalorimeta, einer Hamburger Ablesefirma, verkauft, die nicht zu den branchenüblichen PE-Investoren gehört. Die Suche nach einem Käufer leitete die Investmentbank Rothschild. Der Käufer gehört zu den fünf größten Anbietern am Markt. Auch das Unternehmen Landis+Gyr, das Energiemanagement-Lösungen anbietet, soll zum Verkauf stehen.
Bild rechts: Heizkostenverteiler (Foto: Kirschblut, Lizenz: CC0)

