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(v.l.n.r.) Axel Lorenz, CEO Process Automation bei Siemens Digital Industries, Mariana Vaz Sigoli, Siemens Wasserstoff-Kompetenzzentrum, Jan Grimbrandt, CEO von Boson Energy und Liran Dor, CTO of Boson Energy, Bild: Siemens
Regenerative/Alternative Energien | Umwelttechnik | Personen und Firmen

Nachhaltige Energiequellen

Vereinbarung zur Beschleunigung der Energiewende durch Waste-to-Hydrogen (to-X)-Technologie

10.07.2024

Boson Energy und die Siemens AG haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um ihre Zusammenarbeit im Bereich Technologie zu intensivieren, die nicht recycelbare Abfälle in umweltfreundliche Energie umwandelt.

Ziel der Zusammenarbeit ist es, die nachhaltige regionale Energieversorgung zu stärken und eine Infrastruktur für die Wasserstoffbetankung von Elektrofahrzeugen zu schaffen, ohne die Stabilität des Stromnetzes zu gefährden oder die Verbraucherpreise zu beeinträchtigen.

Siemens bietet Technologien für sämtliche Phasen der Verbindung von Abschnitten an, von den initialen chemischen Prozessen bis hin zu fertigen Ladestationen. Das Portfolio umfasst alle erforderlichen Produkte, Lösungen und Dienstleistungen in den Bereichen Automatisierung, Elektrifizierung und Instrumentierung. Als Technologiepartner unterstützt Siemens Boson Energy bei der Entwicklung eines Modells für eine skalierbare und reproduzierbare Lösung. Hierbei kommen die neuesten Technologien für digitale Services und Software zur Optimierung, Standardisierung und Simulation sowohl in der Fertigung als auch im Betrieb zum Einsatz.

Die Bekämpfung des Klimawandels ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Boson Energy begegnet dieser Herausforderung, indem es lokal erzeugte Energie und Chemikalien dezentral produziert und damit zur Dekarbonisierung beiträgt. Das Unternehmen wandelt nicht wiederverwertbare Abfälle in nachhaltigen Wasserstoff um, der am Einsatzort kostengünstig mit fossilen Brennstoffen konkurrieren kann. Hierfür integriert Boson Energy die HPAG-Technologie (Hydrogen by Plasma Assisted Gasification) in eine „Energie Hub“-Lösung, die das kreislauffähige Wasserstoffpotenzial von Abfällen einzigartig nachhaltig nutzt. Der erzeugte Wasserstoff unterstützt netzunabhängige Anwendungen wie Schnellladung und trägt zu einem zuverlässigeren Betrieb des Stromnetzes bei.

Boson Energy plant den Bau von mehr als 300 Anlagen, um bis 2030 1 Mio. t kreislauffähigen Wasserstoff aus Abfällen zu produzieren und damit jährlich bis zu 30 Mio. t CO2-Emissionen zu vermeiden. Der Start erfolgt in Schweden, Polen und Deutschland, mit dem Ziel einer anschließenden Expansion in ganz Europa und darüber hinaus.

Die Absichtserklärung wurde auf der Achema in Frankfurt unterzeichnet, von Axel Lorenz, CEO Process Automation bei Siemens, und im Vorfeld von Stephan May, CEO Electrification and Automation bei Siemens.