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Umwelttechnik für Schaltanlagen

Siemens und BASF fördern gemeinsam die Kreislaufwirtschaft

17.06.2024

Die beiden Konzerne haben das erste elektrische Sicherheitsprodukt präsentiert, das Komponenten aus biomassebilanzierten Kunststoffen enthält.

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Der Siemens-Leistungsschalter Sirius 3RV2, der in Industrie- und Infrastrukturanwendungen zum Einsatz kommt, wird nun mit den BASF-Materialien Ultramid BMBcertTM und Ultradur BMBcertTM gefertigt. Dabei werden fossile Rohstoffe am Anfang der Wertschöpfungsketten durch Bio-Methan aus nachwachsenden Quellen, wie landwirtschaftlichen Abfällen, ersetzt.

Beide Materialien bieten die gleiche Qualität und Leistungsfähigkeit wie herkömmliche Kunststoffe. Durch die Umstellung auf diese nachhaltigen Materialien bei der Produktion des Leistungsschalters werden jährlich rund 270 t CO₂-Äquivalente eingespart. Kunden, die diese Produkte verwenden, unterstützen somit eine Kreislaufwirtschaft und tragen zu einer nachhaltigeren Zukunft bei.

Siemens plant, in den kommenden Monaten den Einsatz nachhaltiger Materialien auf das gesamte Sirius-Portfolio für Industriesteuerungen auszuweiten. Neben Produktdesign und -funktionen sowie Fertigungs- und Zulieferprozessen spielt die Materialauswahl eine entscheidende Rolle, um CO₂-Emissionen weiter zu reduzieren und natürliche Ressourcen zu schonen. Der Leistungsschalter erfüllt die strengen Kriterien des neuen Siemens EcoTech-Labels, das Kunden einen umfassenden Einblick in die Produktleistung hinsichtlich ausgewählter Umweltkriterien bietet. Das Produkt, dessen Gehäuse und Funktionsteile größtenteils aus biomassebilanzierten Kunststoffen bestehen, zeichnet sich über seine gesamte Lebensdauer hinweg durch einen niedrigeren Energieverbrauch im Vergleich zu seinem Vorgängermodell aus.

BASF setzt zunehmend auf nachwachsende und recycelte Rohstoffe in der Produktion, um zur Kreislaufwirtschaft und Defossilisierung beizutragen. Dies gelingt durch ein besonderes Verfahren, bei dem fossile Rohstoffe schrittweise durch biobasierte und recycelte Rohstoffe ersetzt werden. Nach dem Massenbilanz-Ansatz werden diese nachhaltigen Rohstoffe bereits am Anfang der komplexen Wertschöpfungsketten von BASF in den Produktionsprozess eingebracht. Wenn Kunden sich für ein zertifiziertes Produkt aus einer solchen Wertschöpfungskette entscheiden, speist BASF die nachhaltigen Rohmaterialien in den BASF Verbund ein.

„Der Massenbilanz-Ansatz ist eine bahnbrechende Lösung, die den schrittweisen Ersatz von fossilen Rohstoffen auch in komplexen Produktionsprozessen ermöglicht. Die Vorteile dieses Ansatzes liegen auf der Hand: Je größer die Nachfrage nach alternativen Produkten, desto höher ist der Anteil alternativer Rohstoffe im Produktionsverbund. Dies entspricht unserem Ziel, eine Kreislaufwirtschaft und so zügig wie möglich einen „Netto-Null“-Betrieb zu erreichen“, erklärt Martin Jung, President BASF Performance Materials. „Das Besondere an diesem Projekt ist außerdem, dass der Leistungsschalter Sirius 3RV2 auch in unseren Produktionsanlagen eingesetzt wird. Er schützt nicht nur die Motoren, sondern steigert auch deren Effizienz und Zuverlässigkeit und leistet damit einen doppelten Beitrag zu unseren Nachhaltigkeitszielen.“


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