Nachhaltige Kreislaufwirtschaft
„Ugly Computer" stellt die Wegwerfkultur infrage
Gebrauchsspuren erwünscht: Ab heute sind „Ugly Computer” auf Back Market erhältlich – voll funktionsfähige Laptops, die die Spuren ihrer Geschichte nicht verstecken, sondern zeigen. Damit greift Back Market, der weltweit führende Marktplatz für geprüfte, erneuerte Technik, einen Wandel auf, den das Unternehmen schon länger beobachtet. Nutzer stellen Funktion über Neuheit und Nutzen über Aussehen.
„Der Ugly Computer soll diesen Aha-Moment auslösen, in dem Menschen erkennen, dass sie nicht alle zwei Jahre ein neues Gerät brauchen, damit Technologie in ihrem Leben funktioniert", sagt Thibaud Hug de Larauze, Mitgründer und CEO von Back Market.
In einer Zeit KI-generierter, makelloser Ästhetik entdecken Verbraucher den Wert von Unvollkommenheit neu. Sie schätzen eingetragene T-Shirts, suchen gezielt nach Vintage-Möbeln und behalten Gegenstände, die Geschichte oder Herkunft in sich tragen. Nun erfasst dieser Wandel auch die Technik: Geräte mit sichtbaren Gebrauchsspuren werden zunehmend nicht mehr als Mangel, sondern als Zeichen von Nutzung und Langlebigkeit wahrgenommen. Der "hässliche Rechner" greift diesen Wandel auf: Sichtbare Spuren von Aufklebern sind kein Makel, sondern ein Beweis dafür, dass das Gerät genutzt wurde und noch nicht ausgedient hat.
„Wir beobachten einen klaren Wandel darin, wie Menschen über ihre Geräte denken“, sagte Joy Howard, Chief Marketing Officer bei Back Market. „Jahrelang ging es bei Technik darum, das Neueste zu besitzen. Heute geht es darum, ob sie zum eigenen Leben passt. Immer mehr Menschen stellen sich die Frage, warum sie Geräte ersetzen sollen, die noch alles leisten, was sie brauchen.“
Mit dem Ugly Computer knüpft Back Market an seine bisherigen Initiativen gegen die Wegwerfkultur an. Dazu zählt unter anderem die Partnerschaft mit Google zu ChromeOS-Flex-USB-Sticks, die bestehenden Geräten ein längeres Leben ermöglichen, anstatt sie zu ersetzen. Beide Ansätze verfolgen dasselbe Ziel: voll funktionsfähige Technik im Einsatz zu halten. Dies ist besonders relevant für die schätzungsweise 400 Millionen Computer, die vom Ende des Windows-10-Supports betroffen sind und sonst unnötig ausgemustert würden.
Die meisten Geräte werden nicht ersetzt, weil sie nicht mehr funktionieren. Sie werden ersetzt, weil sie sich nicht mehr „aktuell“ anfühlen oder weil Verbraucher davon überzeugt wurden, zu glauben, dass kleine Updates für den Alltag unverzichtbar sind. Back Market stellt diese Annahme infrage.
Kampagne „Downgrade Now“ stößt kulturelle Debatte an
Die jüngste Aufklärungs-Kampagne „Downgrade Now“ von Back Market, hat eine Diskussion über „Zero Screen Time“ und den Wunsch nach einfacherer, bewussterer Technologie angestoßen.
Als größter Marktplatz für refurbished Technik zeigt Back Market, dass die Nachfrage nach drei bis fünf Jahre alten Geräten quer durch alle Kategorien seit 2023 konstant wächst. iPods und Digitalkameras werden nicht mehr als Sammlerstücke, sondern als Alltagsgeräte genutzt. Dies ist ein klares Signal dafür, dass Verbraucher zunehmend Funktion, Fokus und Freude über ständige Vernetzung und minimale Upgrades stellen.
Ganz allgemein ist branchenweit bereits ein Wandel im Gange. Da Software, Dienste und künstliche Intelligenz zunehmend in die Cloud wandern, verlagert sich auch Innovation weg vom einzelnen Gerät. Der Druck, Hardware in festen Zyklen zu ersetzen, lässt nach. Geräte können länger genutzt werden, nur das System drumherum hat sich noch nicht vollständig angepasst.
Ab dem 5. Mai ist der „Ugly Computer” bei Back Market erhältlich, zusammen mit Tools, Anleitungen und Ressourcen, die Nutzern dabei helfen, die Lebensdauer ihrer Geräte zu verlängern und funktionsfähige Technik vor der Müllhalde zu bewahren.

