Aus dem Facharchiv: Lernen & Können
Typische Fehler in der Elektroinstallation – Leuchten
Moderne Leuchten geben heutzutage wesentlich weniger Energie in Form von Wärme an ihre Umgebung ab als dies noch vor einigen Jahren der Fall war. Dennoch darf das Brandrisiko durch Leuchten nach wie vor nicht unterschätzt werden. Angelehnt an das Web-Lernmodul „Leuchten“ [1] des GDV werden entsprechende Schutzmaßnahmen im Folgenden näher erläutert.
Funktion: Entladungslampen besitzen anstelle des Glühfadens ein gasgefülltes Rohr aus Glas oder einem anderen durchscheinenden Werkstoff. Das Rohr wird häufig auch als „Brenner“ bezeichnet. Die elektrischen Anschlüsse sind die sogenannten Elektroden (Bild 2a). Innerhalb des Rohres werden Elektronen von den Elektroden emittiert. Anschließend werden diese durch das elektrische Feld der anliegenden Spannung so stark beschleunigt(Bild 2b), dass sie selbst in der Lage sind, andere, an die Gasatome gebundenen Elektronen aus ihrer angestammten Umlaufbahn herauszustoßen (Bild 2c). Die Lichterzeugung erfolgt in folgender Form: Sobald die Elektronen wieder auf eine energieärmere Umlaufbahn zurückfallen, geben sie ihre Energie in Form eines Photons an die Umgebung ab (Bild 2d).
Lumineszenz: Da hier direkt aus elektrischer Energie Licht erzeugt wird, und damit der Umweg über die Wärme entfällt, spricht man in diesem Zusammenhang häufig von kalten Leuchten – auch Lumineszenz genannt. Lumineszenz kann durch verschiedene Vorgänge hervorgerufen werden (Röntgen oder Kathodenstrahlen, Strahlung radioaktiver Stoffe oder chemisch, elektrisch bzw. mechanisch). So wird z. B. in Lumineszenzdioden (LED) durch elektrische Vorgänge Licht erzeugt. In Entladungslampen entsteht Licht überwiegend aus Lumineszenz. Das bedeutet aber nicht, dass in Entladungslampen keine Wärme entsteht. Die Lichterzeugung erfolgt nur nicht über die Wärme. Wärme tritt hier gewissermaßen als unerwünschtes Nebenprodukt auf.
Entladungslampen sind Lumineszenzstrahler.
Lampen als Lichtquellen der Beleuchtungstechnik können nach den vorangegangenen Beschreibungen nach dem Schema in Tabelle 1 unterschieden werden.
LEDs: Ebenfalls werden in der Beleuchtungstechnik, insbesondere zur Effekt und Akzentbeleuchtung, die bereits erwähnten Lumineszenzdioden (LEDs) zunehmend eingesetzt. Weiter erfüllen sie unterschiedliche Aufgaben in der Anzeigetechnik, Kfz-Beleuchtung usw. Ihr Funktionsprinzip lässt sich wie folgt beschreiben: In Lumineszenzdioden entsteht „kaltes Licht“ beim Stromdurchgang durch einen pn-Halbleiterübergang in Durchlassrichtung.
Funktion von Leuchten
Leuchten sind die Träger der Lampen. Sie dienen dem elektrischen Anschluss und dem mechanischen Schutz der Lampen. Den Menschen sollen sie gegen direktes Berühren und bei indirektem Berühren aktiver Teile schützen. Reflektoren in den Leuchten dienen der Lichtlenkung und verhindern die direkte Blendung von Menschen. In der Raumgestaltung bilden Leuchten heute außerdem eine wesentliche innenarchitektonische Gestaltungskomponente. Leuchten werden je nach Art der verwendeten Lampen unterschieden nach:
- Leuchten für Entladungslampen (enthalten zusätzlich Lampenbetriebsgeräte z. B. Vorschaltgeräte, Transformatoren und Kondensatoren),
- Leuchten für Glühlampen,
- Leuchten für LEDs.
Betriebsbedingungen von Leuchten
Leuchten sind grundsätzlich für eine Umgebungstemperatur von 25 °C ausgelegt. Bei höheren Umgebungstemperaturen muss diese besondere Gegebenheit bei der Auswahl der Leuchten berücksichtigt werden. An allen brennbaren Flächen, die durch die Leuchten thermisch beeinflusst werden, darf sich bei normalem Betrieb keine höhere Temperatur als 90 °C entwickeln. Leuchten sind so zu errichten oder aufzustellen, dass sie nicht mit brennbaren Stoffen wie Gardinen oder Lagergütern in Berührung kommen können. Bei Strahlerleuchten in Vitrinen oder Schaufenstern ist unbedingt darauf zu achten, dass in Strahlungsrichtung ein Mindestabstand zu brennbaren Gegenständen eingehalten wird. Um Brände durch eine falsche Installation von Leuchten zu vermeiden, müssen die Kennzeichnungen der Leuchten unbedingt beachtet werden.

