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(Foto: salita2010/stock.adobe.com)
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Aus dem Facharchiv: Installationstechnik

Typische Fehler in der Elektroinstallation – Häufung von Betriebsmitteln

10.07.2019

Die Häufung von elektrischen Betriebsmitteln (wie LS-Schalter auf Hutschienen in Verteilungen oder Kabelbündeln in Kanälen) erzeugt beim Betrieb Verlustwärme.

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Bei elektronischen Betriebsmitteln sind für deren einwandfreie Funktion die Grenztemperaturen besonders zu beachten.

Belastungsfaktor

Meist werden nicht alle Verbrauchsmittel gleichzeitig und auch nicht ständig mit Volllast betrieben. Dies wird in einem Gleichzeitigkeitsfaktor „g“ angegeben. g = 1 bedeutet, alle Verbrauchsmittel werden gleichzeitig mit Volllast betrieben. Üblicherweise wird mit einem Gleichzeitigkeitsfaktor von 0,4 bis 0,8 gerechnet. Bei Photovoltaikanlagen sollte man mit dem Gleichzeitigkeitsfaktor g = 1 planen.

Bei Schaltgerätekombinationen ist analog der Bemessungsbelastungsfaktor zu berücksichtigen. Nach DIN EN 61439-1 ist dieser der vom Hersteller der Schaltgerätekombination angegebene Prozentwert des Bemessungsstroms, mit dem die Abgänge einer Schaltgerätekombination dauernd und gleichzeitig unter Berücksichtigung der gegenseitigen thermischen Einflüsse belastet werden können.

Oberschwingungen

In heutigen Anlagen treten zunehmend Ströme höherer Frequenzen auf, die zu erheblichen Verlustleistungen führen können. Die Auswirkungen dieser Oberschwingungsströme können sich durch sofortige Störungen oder aber auch durch Langzeiteffekte bemerkbar machen. Aufgrund der verzerrten Schwingungsform kann es unmittelbar zu

  • Resonanzen,
  • falschem Ansprechen von Steuerungen,
  • dem Auslösen von Sicherungen und Leistungsschaltern,
  • zu Ausfällen durch Spannungsspitzen, usw. kommen.

Zudem bewirken Oberwellen diverse Langzeiteffekte wie beispielsweise den vorzeitigen Ausfall aufgrund der thermischen Überlastung oder Überhitzung von Maschinen und Geräten. Außerdem wird die Lebensdauer von elektrischen Bauteilen durch eine verzerrte Spannung beeinträchtigt und verkürzt. Die Gleichrichterlasten führen in der Netzrückwirkung zu einer Abflachung der Sinusform und damit zu Oberschwingungen auch in der Netzspannung. Der Neutralleiter führt einen Teil der Oberschwingungsströme ab und wird dadurch unerkannt überlastet. Er brennt oft unbemerkt ab (Neutralleiterunterbrechung). Die dann eintretende Spannungsverlagerung durch offenen Sternpunkt hat verheerende Ausmaße für die angeschlossenen Geräte. Ebenfalls besteht die Gefahr des Brandes durch den überhitzten Neutralleiter.

Herstellerverantwortung

Hersteller einer Schaltgerätekombination (Verteilung) ist jede Elektrofachkraft, die selbst eine Verteilung baut. Sie ist verantwortlich für die betriebsfertige Verteilung oder Schaltanlage. Aus den zuvor genannten Gründen ist eine gute Vorplanung unter Beachtung aller Umgebungsbedingungen und Belastungen und eine sorgfältige Auswahl der Betriebsmittel entscheidend, damit die Anlage den gestellten Anforderungen genügt und ordnungsgemäß funktioniert.


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