Beleuchtungstechnik: LED-Leuchten als Elektroschrott
Täuschung der Verbraucher
LED-Leuchten gelten als umweltfreundliche Innovation im Bereich der Lichttechnik. Doch die Realität ist weniger erfreulich – bei Stichproben erwiesen sich viele Leuchten als potenzieller Elektroschrott.
Die Ökodesign-Richtlinie der EU verpflichtet Hersteller, die Lebensdauer ihrer Produkte auf den Verpackungen anzugeben. Der Wert bei LEDs liegt meist zwischen 10.000 und 25.000 Stunden. Bei einer Nutzung von ca. 2,7 Stunden am Tag entspräche dies etwa 10 bis 25 Jahre.
Der Begriff Lebensdauer besagt jedoch nur, dass im Alltag 50 Prozent der hergestellten Produkte diesen Wert erreichen müssen. Vor der Zulassung werden LEDs 6.000 Stunden lang getestet. 90 Prozent der Leuchtmittel müssen diesen Test überstehen
Problematisch sind weniger die LEDs selbst, sondern die teilweise unterdimensionierten Bauteile zur Stromversorgung. Auch die Verwendung billigster Komponenten bei den Elektrolytkondensatoren, oft in Verbindung mit mangelhafter Wärmeabfuhr, führen zu Problemen bei LEDs. Weil hier die Ausfallrate hoch ist erreichen LEDs gerade mal das Ende der zweijährigen Gewährleistungsfrist, obwohl sie eigentlich viel länger leuchten könnten. Typisches Zeichen für einen baldigen Ausfall der Leuchten sind flackernde LEDs.
Verbraucher können sich bei Defekten in den ersten zwei Jahren ab Kauf auf die gesetzliche Gewährleistung berufen. Die Herstellergarantie ist freiwillig und läuft selten über einen längeren Zeitraum.
Geht eine LED-Leuchte nach Ablauf der Gewährleistungsfrist kaputt, muss der Verbraucher auf die Kulanz des Herstellers hoffen – sonst ist sie Elektroschrott.

