
Beleuchtungstechnik: GU10-Sockel mit LEDs verwenden
LEDs problemlos dimmen
Auch nach dem EU-weiten Verbot der 230-Volt-Halogenlampen sind noch zahlreiche Beleuchtungssysteme mit GU10-Sockeln in Gebrauch. Sie können mit LED-Leuchtmitteln weiterverwendet werden – ep zeigt, wie’s geht.
LED ist nicht gleich LED
Einfache und preiswerte LED-Leuchtmittel, sogenannte Retrofit-Leuchtmittel, reagieren empfindlich auf Strom- und Spannungsschwankungen.
Das zeigt sich unter anderem in Flackererscheinungen, uneinheitlichen Lichtfarben und unterschiedlichem Ein- und Ausschaltverhalten.
Insbesondere beim Dimmen der Beleuchtung treten diese Effekte verstärkt zu Tage. Grund: Jeder LED-Chip reagiert aufgrund der elektronischen Schaltung ein klein wenig anders.
Die Kompatibilität aller Elemente ist wichtig
Bei herkömmlichen Glühlampen war es kein Problem, Leuchtmittel unterschiedlicher Anbieter zu verwenden. Der Verbraucher konnte in diesem Fall davon ausgehen, dass sich die Leuchte nach dem Wechsel des Leuchtmittels ebenso verhielt wie zuvor. Doch bei LEDs ist das nicht der Fall.
Nun gilt es, besonders darauf zu achten, dass alle Komponenten des LED-Beleuchtungssystems kompatibel sind: die Lampen und Dimmer (oder besser gesagt die Ansteuerung) und die Treiberkomponenten, kurz Trafos genannt, die eine LED mit Strom versorgen.
Doch keine Sorge. Diese Herausforderungen lassen sich meistern, wenn die folgenden Tipps berücksichtigt werden.
Treiber und Ansteuerung
Beachten Sie, dass alle LED-Systeme einen Treiberbaustein (Trafo) haben.
Diese Elektronikkomponente wandelt den 240-Volt-Wechselstrom aus der Steckdose in Niedervolt-Gleichstrom um, den die LED-Chips benötigen. Etabliert haben sich separate LED-Treiber mit 12 bis 48 Volt. Jedes LED-System kann für eine andere Spannung oder einen speziellen Strom ausgelegt sein.
Bei dimmbaren Retrofit-Leuchtmitteln, die mit 240 V arbeiten, sind die Treiber im Innern des Leuchtmittels versteckt, z. B. im Sockel oder auf einer Platine, die im Reflektor oder Gehäuse integriert ist.
