Skip to main content 
Abdurrahman Namdar (Quelle: Bender)
Elektrosicherheit | Schutzmaßnahmen | Normen und Vorschriften | Sicherheitstechnik | Energietechnik

Aus dem Facharchiv: Elektropraxis

Sichere Stromversorgung auch in Krisenzeiten

04.08.2022

Der ep befragte die beiden Autoren, Dipl.-Ing. Friedhelm Dalitz vom Geschäftsbereich Hospitals und Abdurrahman Namdar vom Technischen Büro Berlin der Firma Bender, zur aktuellen Situation, insbesondere hinsichtlich der Elektrotechnik für medizinische Bereiche.

Seiten

In Zeiten, in denen die Corona-Pandemie große Herausforderungen an das Gesundheitswesen, an Krankenhäuser und Kliniken, aber auch Unternehmen und letztlich an uns alle weltweit stellt, ist gemeinschaftliches Handeln besonders wichtig. Vor allem darf in dieser Krise niemand ohne Strom sein. Daher leistet auch Bender weiterhin seinen Beitrag zur sicheren Stromversorgung und ist für seine Kunden und insbesondere für die Krankenhäuser und Elektrofachkräfte da.

Welche Auswirkungen hat die Pandemie aktuell auf das Unternehmen Bender? Wie gehen Sie bei sich damit um?

F. Dalitz: Alle Mitarbeiter, bei denen es möglich ist, arbeiten aus dem Home Office. Abhängig von der derzeitigen Situation reduzieren alle Mitarbeiter ihre Überstunden als Vorbereitungsmaßnahme.

Hygienemaßnahmen wurden ausgeweitet und in vielen Bereichen weitere Desinfektionseinrichtungen aufgestellt. Abstandsregeln zum Schutz der Mitarbeiter gehören mittlerweile so selbstverständlich zum Arbeitsalltag wie das Tragen von ESD-Schutzkleidung.

Als Spezialist für elektrische Sicherheit ist die Firma Bender jedoch sehr breit aufgestellt und in allen Branchen tätig.

Zur Zeit werden aber auch viele elektrische Anlagen erneuert oder erweitert, weil Anlagen still stehen bzw. mit verminderter Kapazität laufen. Im Geschäftsbereich Hospitals werden aktuell sogar Überstunden geleistet, um die stark gestiegene Nachfrage beliefern zu können.

Alle Signale von den Märkten lassen uns bei Bender optimistisch in die Zukunft blicken. Mitunter ist aktuell auch besonderer Einsatz erforderlich, sind Ideen gefragt, wenn zum Beispiel aufgrund mangelnder Zulieferungen Lieferengpässe vermieden werden sollen. Dazu versuchen wir, falls notwendig, Produkte kurzfristig und vorübergehend alternativ anzubieten, natürlich ohne die Qualität und Sicherheit zu beeinträchtigen.

Unsere Servicemitarbeiter stehen selbstverständlich für Notfälle und Havarien zur Verfügung, Wartungen werden aktuell aber nicht durchgeführt.

Sie sagten, dass im Geschäftsbereich Hospitals aktuell sogar Überstunden geleistet werden. Unterstützen sie auch besondere Projekte?

A. Namdar: Ja, unter anderem unterstützen wir auch das Projekt des Notkrankenhauses auf dem Berliner Messegelände.

Als Marktführer und verlässlicher Partner wurden wir angesprochen, ob wir eine kurzfristige Lösung für dieses Projekt bereitstellen können. Wir konnten!

F. Dalitz: Auch international ist der Bedarf extrem angestiegen. Wie wir alle nun auch mal aus den Massenmedien erfahren haben, zählen die deutschen Standards zu den besten der Welt. Durch die Produktion von Standardtypen sind wir in der Lage, insbesondere deutschlandweit innerhalb von wenigen Tagen zu liefern.

Welche Informationen erhalten Sie zur aktuellen (elektrotechnischen) Lage in den Krankenhäusern?

F. Dalitz: Aus der Sicht der verantwortlichen Elektrofachkräfte (VEFK), der Technischen Leiter und Betreiber der Elektrotechnik lässt sich festhalten, dass viele Projekte, die bereits im Vorfeld angestoßen wurden, nun abgerufen und sanierungsbedürftige Stromversorgungen jetzt erneuert werden.

Das Bewusstsein der Betreiber ändert sich, hier lässt sich eine merkliche Sensibilisierung feststellen, denn eine zuverlässige Stromversorgung wird nicht mehr als selbstverständlich angenommen, sondern wird sinngemäß überprüft und erneuert.


Seiten

Bilder

Friedhelm Dalitz (Quelle: Bender)
Systemverteiler mit 12 x B16 Sicherungsautomaten ohne Bypass Schalter und ohne Einzelkreisfehlersuchsystem inkl. 6,3-kVA-Trafo (Quelle: Bender)