Skip to main content 
Symbolfoto (Foto: a2l/stock.adobe.com)
Elektrosicherheit | Schutzmaßnahmen

Leseranfrage

Querschnitt der Schutzpotentialausgleichsleiter

09.10.2018

Bei der normativen Festlegung von Kabeldurchmessern müssen neben mechanischen Eigenschaften, insbesondere thermische Eigenschaften berücksichtigt werden.

Seiten

Zur Frage. Für über Niederspannungshausanschlüssen eingespeiste elektrische Anlagen wird es in der Regel ausreichend sein, den Mindestquerschnitt von z. B. 6 mm2 Kupfer oder eine der weiteren Alternativen aus dem Abschnitt 544.1 der DIN VDE0100-540 [1] als Schutzpotentialausgleichsleiter anzuwenden.

Ist nun der Anwendungsfall so gelagert, dass die Einspeisung aus dem Mittelspannungsnetz und einer Transformatorenanlage (z. B. kundeneigene Transformatorenanlage) erfolgt, und sich somit die Kurzschlussleistung und auch die Ströme im Falle eines Körper- oder Erdschlusses deutlich erhöhen, muss der Querschnitt des Schutzpotentialausgleichsleiters nach dem Abschnitt 543.1.2 und dem Anhang A der DIN VDE 0100-540 [1] bemessen werden.

Selbst bei diesen Fällen ist dann allerdings in der Regel auf der niederspannungsseitigen Hauptpotentialausgleichsanlage ein Schutzpotentialausgleichsleiter mit einem Querschnitt 25 mm2 Kupfer ausreichend.

Wichtiger Hinweis. Zusätzlich sind in diesem Fall die Festlegungen der DIN EN 50522 (VDE 0101-2)[2] zu beachten.

Anmerkung. Bei diesen Betrachtungen wurde ein TN-Netz vorausgesetzt. Bei einem TT-Netz sind die Ströme beim Körper- oder Erdschluss deutlich geringer, was die Bemessung der Schutzpotentialausgleichsleiter erheblich unproblematischer gestaltet.

Autor: F. Ziegler

Literatur:

[1] DIN VDE 0100-540 (VDE 0100-540):2012-06 Errichten von Niederspannungsanlagen – Teil 5-54: Auswahl und Errichtung elektrischer Betriebsmittel – Erdungsanlagen und Schutzleiter

[2] DIN EN 50522 (VDE 0101-2):2011-11 Erdung von Starkstromanlagen mit Nennwechselspannungen über 1 kV.

Dieser Artikel ist in unserem Facharchiv nachzulesen.


Seiten