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Bild: Teleson Vertriebs GmbH
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Energieberatung

PV-Ausbau mit Portfolio-Ausbau bei Energievermittlern beschleunigen

07.03.2024

Im Jahr 2023 erreichte der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch 52 % und wird voraussichtlich in den kommenden Jahren weiter steigen. Diese Entwicklungen erfordern von Energievermittlern nicht nur eine Anpassung ihrer Dienstleistungen, sondern auch eine kontinuierliche Weiterbildung und den Erwerb neuer Fähigkeiten.

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Vielen Endkunden mangelt es weiterhin an Informationen über die für sie am besten geeigneten Energielösungen, einschließlich Photovoltaik (PV). Es ist bereits eine Herausforderung für Verbraucher und Gewerbetreibende, den Überblick über die sich schnell ändernden Tarifangebote für Energieverträge zu behalten. Darüber hinaus zu prüfen, ob sich die Investition in eine PV-Anlage lohnt, stellt eine weitere Hürde dar, obwohl das Interesse an der Nutzung eigener Solaranlagen zunimmt. Laut einer Studie der Universität Kassel haben 68 % der Befragten Interesse an kostenloser Photovoltaikberatung gezeigt.

Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer (51 %) bevorzugt eine Beratung durch Energieberater oder -vermittler, gefolgt von städtischen Versorgungsunternehmen oder Architekturbüros. Von den Immobilienbesitzern mit Photovoltaik schätzen 51 % die Investition als rentabel ein, während es bei denjenigen ohne PV nur 20 % sind. Dies verdeutlicht, dass die Rentabilität oft erst nach einer gründlichen Beratung erkennbar wird. Bisher erfolgte dies oft nur durch direkte Anfragen bei PV-Installateuren. In den letzten beiden Jahren waren diese jedoch häufig überlastet, was zu langen Wartezeiten für die Endkunden führte. Eine verstärkte Integration des PV-Bereichs in das Portfolio von Energievermittlern könnte den Ausbau erheblich beschleunigen.

Fachwissen kann PV-Ausbau beschleunigen

Um den Kauf von PV-Anlagen als Option für Kunden in die Vermittlung von Energielieferverträgen einzubeziehen, ist der Erwerb von Fachkenntnissen erforderlich. Auf diese Weise können Energievermittler die Qualität ihrer Beratung sicherstellen.

Schlüsselkenntnisse für eine kompetente Beratung im Privatkunden-Segment umfassen:

•    Einblicke in den deutschen PV-Markt, aktuelle Marktdynamiken und Trends
•    Kenntnisse zu Aufbau und Struktur einer Photovoltaik-Anlage, sowie zum Zusammenspiel von Solarmodulen, Wechselrichtern, Speichersystemen und anderen Komponenten
•    Voraussetzungen für den Verbau einer PV-Anlage, inklusive der rechtlichen sowie technischen Anforderungen für die Installation
•    Abläufe bei der Montage einer PV-Anlage, angefangen von der Vorbereitung bis zur Inbetriebnahme und dem Zählerwechsel; dies schließt auch Aspekte wie Sicherheitsmaßnahmen und Qualitätskontrollen mit ein
•    Wichtige Schritte zur Planung einer PV-Anlage, wie die Berücksichtigung von baulichen Gegebenheiten, energetischen Anforderungen und Kundenwünschen
•    Lebensweg einer PV-Anlage, um Auskunft darüber geben zu können, was von der Installation und Inbetriebnahme bis hin zu Entsorgung und Recycling am Ende der Nutzungsdauer mit der Anlage geschieht
 
Im gewerblichen Bereich erfordert dies zusätzliche Kenntnisse über die spezifischen Marktbedingungen und Anforderungen, über verschiedene Dachtypen sowie über die optimale Dimensionierung von PV-Anlagen für kommerzielle Zwecke. Darüber hinaus ist ein Verständnis für die verschiedenen Betreibermodelle und deren Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb erforderlich, was praxisorientierte Schulungen zur genauen Vermessung und Erfassung relevanter Daten für die Planung von gewerblichen PV-Anlagen einschließt.


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