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Unterbrochener Schutzleiter – Schutzleiterstrom fließt über den Benutzer Der Schutzleiterstrom darf nicht so groß sein, dass es zu körperlichen Schäden kommt. (Quelle: K. Rohlof, M. Lochthofen/ep)
Elektrosicherheit | Aus- und Weiterbildung

Aus dem Facharchiv: Lernen & Können

Prüfen nach 
DIN VDE 0701-0702: Direkte Messung von Schutzleiter- und Berührungsstrom (6)

09.09.2020

Das Thema „Prüfen der elektrischen Sicherheit“ ist ein wichtiger Bereich der Arbeit einer Elektrofachkraft. Jedoch ist es für einige Fachkräfte nicht alltäglich, selber elektrotechnische Prüfungen auszuführen. Um diese Prüfungen vollständig, richtig und sicher durchführen zu können, werden solide elektrotechnische Kenntnisse und ausreichende persönliche Erfahrung benötigt. Mit dieser Serie sollen die bereits erworbenen Kenntnisse vertieft und erweitert werden. Schwerpunkt des Beitrags bilden die Verfahren zur direkten Messung der Ableitströme Schutzleiter- und Berührungsstrom.

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Ziel der Messung

Elektrische Geräte dürfen im normalen Betrieb keine zu großen Ableitströme aufweisen.

Stromfreier Schutzleiter. Zum einen darf der Schutzleiterstrom nicht sonderlich hoch werden, da der Schutzleiter in elektrischen Anlagen als stromfrei gilt. Betriebsströme auf dem Schutzleiter müssen weitgehend vermieden werden. Sollte es zu einer Unterbrechung des Schutzleiters kommen, würde der Schutzleiterstrom einen anderen Weg nehmen. Und dieser wäre – im schlechtesten Fall –über den Benutzer des Gerätes (Bild).

Summenstrom auf Schutzleiter. Zum anderen summieren sich die in der elektrischen Anlage vorhandenen Schutzleiterströme. In Stromkreisen mit einer Absicherung über RCDs kann es dadurch zu Auslösungen des Fehlerstromschalters kommen. Somit wäre die Anlagenverfügbarkeit nicht mehr gewährleistet.

Stromfreiheit bei Berührung. Die Messung des Berührungsstroms hatte früher die eindeutige Bezeichnung: „Messung der Stromfreiheit“. Bei dieser Messung muss nachgewiesen werden, dass der Benutzer alle berührbaren Teile eines elektrischen Gerätes anfassen kann, ohne dass es zu einer wahrnehmbaren Körperdurchströmung kommt. Praktisch gesagt: Der Nutzer soll das Gerät in die Hand nehmen können, ohne „eine gewischt“ zu bekommen. Auf diese Weise werden sogenannte Sekundärunfälle vermieden, bei denen eine Person aufgrund der Schreckreaktion auf eine Körperdurchströmung einen Unfall erleidet.

Autoren: K. Rohlof, M. Lochthofen

Der vollständige Artikel ist in unserem Facharchiv nachzulesen.


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