Aus dem Facharchiv: Lernen & Können
Modulationen: Signal-Rausch-Abstand und Quadratur-Amplituden-Modulation (7)
Diese Beitragsreihe erörtert die Grundlagen der Modulationsverfahren und zeigt deren Nutzen und Einsatzbereiche auf. Es geht um grundlegende Methoden sowie das Verständnis zu den Verfahren. Umfassende mathematische Betrachtungen werden dabei größtenteils vermieden.
Grundsätzlich reicht es aus, wenn der Vektor aus der Solllage um weniger als 3 dB abweicht. Damit kann er vom System noch gut erkannt werden, ohne dass Bitfehler auftreten.
In der Praxis bewährt es sich, wenn für jedes zu übertragende Bit einen SNR-Bedarf von 3 dB vorgesehen wird. Bei einer 4-wertigen Modulation (16-Zustände) [1] ergibt das einen SNR-Bedarf von insgesamt etwa 12 dB. Der gesamte Übertragungsweg darf damit kein schlechteres Signal-Rausch-Verhältnis als 12 dB haben.
Bei mehrwertigen Modulationen ergibt sich somit der geforderte SNR-Wert für die Übertragungsstrecke aus der Summe der einzelnen SNR-Bedarfe für jeden Vektorpunkt. Das bedeutet, je mehr Werte, bzw. Vektorpunkte übertragen werden sollen, desto mehr Signal-Rauschabstand wird im Übertragungsweg benötigt.
Bezogen auf die 16-wertige PSK ergibt sich eine Darstellung wie im Bild. Dort sind um jede Solllage des Vektors einige mögliche Rauschpunkt eingezeichnet, die die maximale Abweichung markieren.
Autor: T. Wübbe
Literatur:
[1] Wübbe, T.: Modulationen; Phasenumtastung – PSK. Elektropraktiker Berlin 71(2017)12, LERNEN & KÖNNEN S. 8–9.
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