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QAM nach ITU V.32 bei einem Signal-Rausch-Verhältnis von 12 dB - zufälliger Rauschbereich (Bild: T. Wübbe/ep)
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Aus dem Facharchiv: Lernen & Können

Modulationen: Quadratur-Amplituden-Modulation in der Praxis (8)

06.05.2020

Die mit diesem Beitrag endende Reihe [1] – [7] erörtert die Grundlagen der Modulationsverfahren und zeigt deren Nutzen und Einsatzbereiche auf. Es geht um grundlegende Methoden sowie das Verständnis zu den Verfahren. Umfassende mathematische Betrachtungen werden dabei größtenteils vermieden. Die digitalen Modulationsverfahren Amplituden- und Phasenumtastung wurden bereits besprochen. Mit der Kombination daraus – QAM – lassen sich die Signale besser in Spannung und Phase kodieren.

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ITU1) V.32

Da in nahezu allen modernen digitalen Modulationen das Verfahren der Quadratur-Amplituden-Modulation eingesetzt wird, zeigen die Konstellationsdiagramme – je nach Methode – eine „runde“ oder „eckige“ Darstellung [7]. In der Praxis hat sich die Modulation als „eckige“ Darstellung durchgesetzt. Bei dieser QAM wird die Verteilung der Phasenpunkte in der Fläche besser vorgenommen und die Störanfälligkeit ist daher deutlich geringer, als bei der reinen Phasenumtastung (PSK).

Bereits in den 1980er Jahren wurde in der ITU1)-Empfehlung V.32 dieses Verfahren für den Einsatz auf analogen Telefonverbindungen beschrieben.

Die analoge Telefonverbindung hat eine maximale Bandbreite bis 3 400 Hz. In diesem V.32-Verfahren wird die Modulation im Rhythmus von 2 400 Signalwechseln je Sekunde verändert. Das entspricht einer Schrittgeschwindigkeit von 2 400 bd (Baud). Da die Bandbreite mit 3 400 Hz größer ist, als die Schrittgeschwindigkeit mit 2 400 Schritten je Sekunde, kann das Signal hier übertragen werden.

Mit jedem Schritt werden 4 Bit übermittelt. Die Bitgeschwindigkeit (Übertragungsgeschwindigkeit) wird somit 4-mal so groß wie die Schrittgeschwindigkeit. Dieser mathematische Zusammenhang wurde bereits in [5] erörtert. Durch den Einsatz dieser höherwertigen Modulation lässt sich die Übertragungsgeschwindigkeit deutlich erhöhen.

SNRbei 16-wertiger QAM

Wenn man nun die Signal-Rausch-Abstände [7] bei der Quadratur-Amplituden-Modulation nach V.32 betrachtet, dann ergeben sich unterschiedliche Bilder.

1. SNR-Wert beträgt 12 dB

Bei einem Signal-Rausch-Verhältnis von 12 Dezibel ist mit fast keiner Beeinträchtigung zu rechnen – wie bereits in [7] im Abschnitt SNR-Bedarf erörtert. Die einzelnen Phasenpunkt liegen so weit auseinander, dass eine Fehlinterpretation kaum möglich ist. Lediglich bei den kleinen Spannungswerten kann es zu Verlusten auf der Übertragungsstrecke kommen. Das Bild zeigt dieses Signal einmal mit dem maximalen Rauschbereich und ein anderes Mal mit einer zufälligen Verteilung.

2. SNR-Wert beträgt 6 dB

Wenn der Signal-Rausch-Abstand kleiner wird, dann verwischen die Grenzen und die Phasenpunkte überlappen sich. Bitfehler sind vorprogrammiert und eine Übertragung ist nur mit vielen Fehlern möglich.


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