Sicherheitstechnik
Mehr Sicherheit – mit Technik
Absolute Sicherheit gibt nicht es. Für viele Gefahren des Lebens gibt es nicht nur Versicherungen, die im Schadensfall Hilfe gewähren, sondern technische Apparate zur Gefahrenminderung.
Viele dieser Hilfsmittel werden ganz selbstverständlich und nahezu unbewusst genutzt, auf das Vorhandensein anderer muss zuweilen gezielt hingewiesen werden.
Einen Überblick über menschliche Bedürfnisse und deren Hierarchie vermittelt die auf den Soziologen Maslov zurückgehende Bedürfnispyramide (Bild 1). Das Bedürfnis nach Sicherheit ist vor allem dort sehr ausgeprägt, wo die Grundbedürfnisse erfüllt sind.
Das Sicherheitsbedürfnis ist gleich nach den existentiellen Bedürfnissen einzuordnen, aber eben noch vor höheren Bedürfnissen (wie etwa den sozialen Kontakten und dem Wunsch nach Anerkennung). Das Bedürfnis nach Sicherheit rangiert also noch vor dem Bedürfnis nach Komfort und sicher deutlich vor dem Bedürfnis nach Selbstdarstellung und Selbstverwirklichung. Aber was bedeutet das für die Installationspraxis? Beim Angebot moderner Haustechnik sollte nicht vordergründig mit der Komfortzunahme argumentiert werden, sondern es sind ganz gezielt Sicherheitsbedürfnisse und deren Befriedigung in den Mittelpunkt zu stellen.
Gefahren und Produkte
Im Unterschied zu Angeboten zum Komfortzuwachs, sind die konkreten Sicherheitsbedürfnisse stark von der jeweiligen Lebenssituation abhängig. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Bedürfnissen, die in allen Lebensaltern und -situationen sowie unabhängig von den materiellen Bedingungen existieren. Aber um Lösungen anbieten zu können, müssen zunächst die konkreten Gefahren identifiziert und die daraus resultierenden Sicherheitsbedürfnisse benannt werden. Dabei geht es nicht um Panikmache, sondern um Sachinformation! Gerade die Elektrotechnik/Elektronik bietet ein breites Spektrum an Produkten, die dazu geeignet sind, Gefahren zu vermindern und auszuschließen. Diese können dazu beitragen Sicherheitsbedürfnisse zu befriedigen. Es ist daher sinnvoll, ausgehend von diesen Produkten, Sicherheitsbedürfnisse stärker zu thematisieren.
Ausgewählte Hilfsmittel
Das Thema Sicherheit im privaten Wohnumfeld wird – bedingt durch aktuelle Entwicklungen – vielfach auf den Einbruchschutz/-alarm reduziert. Aber das ist eine unzulässige Einengung, wie anhand der nachfolgenden, mehr oder minder willkürlich ausgewählten und ohne Anspruch auf Vollständigkeit, diskutierten Beispiele deutlich wird.
Rauchwarnmelder
Die schrittweise in den Bundesländern eingeführte Pflicht zur Installation von Rauchwarnmeldern (Bild 2) in Wohngebäuden ist von der Erkenntnis getragen, dass die Entstehung von Bränden mit einer Rauchentwicklung einhergeht. Gerade der Rauch verursacht Todesfälle bei einem Brand. Die rechtzeitige Entdeckung und Meldung eines Brandes (noch in der Entstehungsphase anhand der Rauchentwicklung) trägt dazu bei, Leben zu schützen und Sachwerte vor dem Verlust zu bewahren. Der breite Einsatz von Rauchwarnmeldern im privaten Wohnumfeld befördert zudem die Integration sicherheitsrelevanter Funktionen in andere Produkte. Ein Beispiel hierfür sind elektromotorische Gurtwickler wie der eWickler [1], der bei einem durch Rauchwarnmelder ausgelösten Alarm die Rollläden auffährt.


