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Symbolfoto (Bild: Kara/stock.adobe.com)
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Elektromobilität

Ladepunkte selbst aufbauen

11.04.2018

Der nächste Elektropraktiker 04/2018 beschäftigt sich unter Berücksichtigung von Brandgefahr u. Ä. mit der Möglichkeit Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Tief- und Großgaragen zu errichten. Das stellt große Herausforderungen an das Elektrohandwerk, welches neben der reinen Installation die Integration in die neue elektro-mobile Infrastruktur realisieren muss.

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Mit der Ladesteuerung aus der Serie EV CC Basic des genannten Herstellers – CC steht für Charge Control – lassen sich Energiemanagementsysteme über die integrierte RS485-Schnittstelle und über das Protokoll Modbus RTU anbinden (Bild 2). Wünscht der Kunde eine Anbindung an vorhandene IT-Strukturen, kann mit der Ladesteuerung EV CC Advanced eine Integration über die Ethernet-Schnittstelle und dem Protokoll Modbus TCP/IP erfolgen. In beiden Fällen ist eine komplexe Programmierung nicht erforderlich – die einfache Konfiguration der Steuerung reicht aus.

Mit den Steuerungen lassen sich einfache und komplexe Ladepunkte errichten und verwalten. Ebenso ist es möglich, kundenspezifische Applikationen umzusetzen, zum Beispiel eine einfache Ladefreigabe über einen Betätigungsschalter am Gehäuse, eine externe und automatische Ladefreigabe von der Photovoltaikanlage sowie eine Integration der Ladepunkte in das Smart Home. Für diese und andere Fälle gibt es vier Ladetechnik-Sets, die mit den spezifischen Komponenten für die Fahrzeugladung ausgestattet und vorkonfiguriert sind. Die Elektrofachkraft muss nur noch Fehlerstrom-Schutzschalter, Installationsschütz und Gehäuse hinzufügen, um einen Ladepunkt aufzubauen.

Nicht erst seit der Diesel-Affäre wächst das Interesse an der E-Mobilität. Dabei zeigen repräsentative Studien, dass bis zu 80 % der Ladepunkt-Interessenten Systemlösungen aus einer Hand bevorzugen – von der ersten Beratung über die Installation bis hin zu Service und Wartung. Ein kompetenter Anbieter erspart seinen Kunden viel Zeit und Aufwand, und somit sind Elektrofachbetriebe als Systemintegratoren für den Aufbau von Ladepunkten geradezu prädestiniert.

Autor: R. Ewendt

Bild 1: (1) AC-Ladepunkt mit Ladestecker (Case C). Diese Konstellation ist für eine Ladesäule mit fest angeschlossenem Ladekabel interessant Legende: (1) Ladesteuerung; (2) Residual Current Monitor (RCM) mit dazugehörigem Sensor (gelb); (3) Fehlerstrom-Schutzschalter (FI) Typ A; (4) Installationsschütz; (5) Ladestecker (bei Case B Ladebuchse); (6) Installationsgehäuse (Quelle: Phoenix Contact)
Bild 2: (2) Die Ladesteuerung, in diesem Fall die EV CC Basic, kann vergleichsweise einfach in das übergeordnete Energiemanagementsystem eingebunden werden (Quelle: Phoenix Contact)

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