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Sonstige Bereiche | Elektromobilität

Was sonst noch geschah

Kurzschluss – Der Wochenrückblick 2

21.01.2017

Die schönsten Ereignisse der Woche – von klugen Kühlschränken, unklugen Selfies, Kampfmaschinen, Elektro-Doping, Fast-Food-Computern und dem ersten echten Luxus-E-Auto von Mercedes-Benz

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Wer stand nicht schon vor seinem Kühlschrank und grübelte, ob der Lebensmittelvorrat fürs Wochenende reicht? Öffnet man die Kühlschranktür und lässt warme Luft hinein? Oder spart man Energie und rätselt bei geschlossener Tür, ob die Butter wirklich alle ist? Samsung hat diese Fragen als Küchenproblem erkannt – und gelöst. In den neuen Kühlschrank Family Hub 2.0 wurden drei HD-Kameras montiert. Sie filmen den Inhalt und übertragen ihn auf ein Display an der Tür. Weil die Kühlschranktür dank Kameras und Display öfter geschlossen bleibt, wird Energie gespart – abgesehen vom gestiegenen Strombedarf dank Kameras und Display. Die Livebilder aus dem Bauch des Kühlschranks informieren nicht nur seinen Besitzer über den Inhalt. Auch die Gäste der Familie wissen quasi im Vorübergehen, welche kulinarischen Köstlichkeiten sie auf der abendlichen Party erwarten dürfen. Ein Display mit leeren Kühlschrankfächern signalisiert ihnen: Heute klingelt der Pizzabote. Auf dem Display werden auch Kochrezepte und ein Kalender angezeigt. Den Wetterbericht liest der Küchenfreund ebenfalls an der Kühlschranktür. Ein Blick durchs Fenster ist nicht mehr nötig. Die Bilder aus dem Kühlschrank werden auch aufs Smartphone übertragen. Das soll eine Entscheidungshilfe im Supermarkt sein. Ein einigermaßen passables Gedächtnis oder ein schlichter Einkaufszettel sind nämlich out. Aber sowas von.

Gut gegen Schlafstörungen: Kühlschrank-TV (Bild: Samsung)

Auf Smartphones liegen nicht nur spannende Fotos von welkem Gemüse. Beliebter als Kühlschrankbilder sind Selfies. Dass diese harmlosen Schnappschüsse auch ein dankbares Objekt für Cyberkriminelle sein können, entdeckten Wissenschaftler am National Institute of Informatics (NII) in Tokio. Hält der Selfie-Knipser seinen Daumen in die Kamera, lässt sich daraus der Fingerabdruck extrahieren. Wenn der Finger nicht weiter als drei Meter vom Objektiv entfernt war, stehen die Chancen gut, einen biometrischen Abdruck nachzubauen. Damit können Sicherheitstechnologien ausgetrickst werden, die auf dem Fingerabdruck beruhen. Beispielsweise das Entsperren des iPhones, mit dem der Finger fotografiert wurde.

Ganz falsch: So schützen Sie ihre Fingerabdrücke nicht vor unbefugter Duplizierung (Symbolbild)

Auch Kentucky Fried Chicken setzt auf Biometrie, allerdings legal. In Peking testet der Hühnerbrater eine Gesichtserkennungssoftware. Dabei werden die Gesichtszüge von Stammkunden analysiert. Aus Merkmalen wie Alter, Geschlecht und Stimmung errechnet die Software blitzschnell einen Menüvorschlag. Voraussetzung sind frühere Bestellungen. Zusammen mit der erkannten Mimik schlägt die Software das passende Fast Food zur Gemütslage vor. Stimmt der Kunde zu, wird die personalisierte Bestellung gespeichert. Wählt er ein anderes Menü, auch.


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Autor
Name: Jürgen Winkler