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Elektromobilität

Elektromobilität: Ladesäuleninfrastruktur

Kampf um die Ladesäulen – Teil 3: Wucherpreis für Strom

06.04.2017

Wer die Ladesäulen beherrscht, bestimmt die Strompreise. Irgendwann muss der Autofahrer laden – dann schlägt die Ladesäulenlobby zu. Dabei ist es fraglich, ob Ladesäulen wirklich zukunftsfähig sind.

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Benötigt würden 10.000 Tankstellen und Pipelines mit einer Gesamtlänge von 40.000 Kilometern für das gesamte Bundesgebiet. Außerdem müssten Elektrolyseure mit einer Leistung von 28 Millionen Kilowatt und Erdspeicher für Wasserstoff bereitgestellt werden.

Die Kosten beliefen sich auf 61 Milliarden Euro. Das Erdgasnetz ist teuer, und es müsste ein gigantischer Zubau von Windenergie stattfinden.

Für die Reduzierung der Umweltbelastung wäre der Wasserstoffantrieb – bei Produktion mit regenerativer Energie – eine positive Alternative. Die Kohlendioxid-Emissionen würden um 26 Prozent gesenkt. Der Ausstoß von Stickoxiden und Feinstaub nähme ebenfalls ab, denn Brennstoffzellenautos produzieren nur Wasserdampf. Ob diese Alternative eine Zukunft hat, bleibt aber fraglich.

Die Hürden beider Technologien liegen nicht in der Technik selbst, sondern in den Kosten. Dynamisches Laden, wie es Honda plant, könnte ein langfristiger Lösungsansatz sein. Auf kurze Sicht wird es sich jedoch nicht realisieren lassen. Auch wird sich nicht jede Straße mit dynamischen Ladepunkten ausrüsten lassen. Werden jedoch Autobahnen und Landstraßen mit dynamischen Ladesystemen ausgestattet, könnten zumindest Bedenken über die zu geringe Reichweite der Vergangenheit angehören.

Kampf um die Ladesäulen – Teil 1: Die Schlacht beginnt
Kampf um die Ladesäulen – Teil 2: Dobrindt schützt die Dinos


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Autor
Name: Jürgen Winkler, Antje Schubert