Deutscher E-Planer-Preis: Außenwirkung enorm verbessert
Ingenieurskunst für Astronomie-Tempel
In Garching bei München entsteht ein Planetarium der besonderen Art. Im ESO Supernova kann man sich nicht nur von der Astronomie begeistern lassen, das Gebäude selbst wird einzigartig sein. Die Burnickl Ingenieur GmbH, Gewinner des Deutschen E-Planer-Preises 2016, verwirklichte hier u. a. die Sicherheitstechnik.
Das ESO Supernova beherbergt neben dem Planetarium eine riesige Ausstellungsfläche von über 2.000 Quadratmetern. Das außergewöhnliche Gebäude wurde von den Architekten Bernhardt + Partner entworfen.
"Durch unsere durchgängige parametrische Planung im 3D-Modell, zusammen mit den Büros Bernhardt + Partner sowie IB Hausladen, haben wir es geschafft, neue Maßstäbe in der Architektur zu setzen und alle Brandschutzauflagen zu erfüllen. Der enorm große Luftverbund hat uns durch die hohen Auflagen sehr gefordert. Es gelang uns, ohne große Eingriffe in die Architektur dieses wunderbare Gebäude zum Leben zu erwecken", so Dr. Peter Burnickel.
Ausgezeichnetes Planungspaket
Ausgezeichnet wurde die Burnickl Ingenieur GmbH in Velburg in der Kategorie "Junge Planer". Die Ingenieure hatten bei diesem Projekt ein Komplettpaket an Planungsleistungen zu stemmen:
- elektrotechnischen Anlagen
- Beleuchtungstechnik
- Informations- und Medientechnik
- technischer Anteil der Fördertechnik
- Sicherheitstechnik
Eine besondere Herausforderung war die Brandmeldeanlage der Kategorie 1. Dazu gehörte der Einsatz der Sprinkleranlage im Luftkern, Flammen- und Rauchmelder im Sternendach und eine Sprachalarmanlage der Sicherheitsstufe II. Zum Sicherheitskonzept gehören auch die Sicherheitsbeleuchtung, die Blitzschutzanlage (Kl. II/III) ohne Mess-Trennstellen, Sicherheitsstromversorgung durch Powerpack, eine neue Trafo-Kompaktstation mit SF6-Schaltanlage und eine Einbruchmeldeanlage. Damit wird nicht nur das Gebäude, sondern auch das kostbare Mondgestein in der Ausstellung gesichert.

Das ESO Supernova Planetarium und Besucherzentrum hier noch im Modell (Bilder: ESO)
Meilenstein der Firmengeschichte
"Ein maßgeblicher Dank geht an den verstorbenen Stifter Dr. Klaus Tschira. Er hat uns als damals sehr junges Ingenieurbüro sein Vertrauen geschenkt und somit den Grundstein für unsere Zusammenarbeit gelegt", so Burnickl. Die Klaus Tschira Stiftung, die Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik fördert, stellt die Mittel für den Bau des Zentrums zur Verfügung. Tschira ist Mitgründer von SAP und hatte die gemeinnützige Stiftung 1995 ins Leben gerufen.
"Das Projekt ESO Supernova ist ein Meilenstein in unserer Firmengeschichte. Wir stecken unsere ganze Motivation und Kraft in den Projekterfolg und haben glücklicherweise einen Bauherrn, der uns unterstützt und viele unserer Ideen auch umsetzt", führt Peter Burnickl fort.

