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Den E-Planer-Preis 2015 für Energieeffizienz erhielt Jürgen Maier (Bild: Jens Schlueter)
Licht- und Beleuchtungstechnik | Fachplanung | Lichtplanung

Deutscher E-Planer-Preis: Wiedersehen in Leipzig

Persönliche Anerkennung und alte Bekannte

01.06.2017

Jürgen Maier, selbstständiger Ingenieur, gewann 2015 den Deutschen E-Planer-Preis in der Kategorie Energieeffizienz für die komplexe Sanierung eines industriellen Wohnungsbauprojektes.

Jürgen Maier erwischte die Siegermitteilung unverhofft. Als die Nachricht im thüringischen Elleben eintraf, war die Freude darüber groß. Kurz danach meldete sich Hans-Joachim Slischka, einer der Juroren des E-Planer-Preises, bei ihm. Nach wenigen Minuten war klar, dass beide alte Bekannte sind. Sie hatten in den 1980er Jahren in der Bauakademie der DDR miteinander zu t

Projekt mit Nebeneffekt

Und so konnte man auf Augenhöhe über Maiers preisgekröntes Objekt sprechen. Ihm war es gelungen, bei der Sanierung von Wohnhäusern in Plattenbauweise durch den Einsatz von moderner LED-Beleuchtung den Stromverbrauch um 37 Prozent zu senken. Der Auftraggeber war angenehm überrascht, dass die Ersparnis so hoch ausfiel. Das hatte auch einen positiven Effekt für die Mieter. Die Betriebskosten wurden deutlich reduziert. "Damit machte das Projekt, das als Maßnahme zur Steigerung der Energieeffizienz gedacht war, nicht nur die Wohnungsbaugesellschaft, sondern auch die Mieter glücklich", freut sich Maier.

Viele kleine Bausteine

Jürgen Maier modifizierte für sein Vorhaben Leuchten von RZB Rudolf Zimmermann, Bamberg GmbH. RZB passte die Leuchten entsprechend an. Auf diese Weise wurde ein ganzes Wohngebiet mit moderner Beleuchtung ausgestattet. Damit senkte er nicht nur den Stromverbrauch, es fallen in Zukunft auch der Austausch und die Ersatzkosten der störanfälligen Leuchtstoffröhren weg. Außerdem überlegte er sich eine Lösung für die Hausnummernbeleuchtung, und er setzte Zeitschalter zur Steuerung der Kellergang-Beleuchtung ein. "Das Gesamtergebnis setzt sich aus vielen kleinen Bausteinen zusammen. Mir hat die Tüftelei Spaß gemacht", so Maier weiter.


Freuten sich mit Jürgen Maier: Rüdiger Tuzinski, Chefredakteur Elektropraktiker, 
und Detlef Lucius von der Siemens AG (Bild: Jens Schlueter)

Die Preisverleihung in Leipzig hat er in schöner Erinnerung, weil er dort viele alte Bekannte wiedertraf. Neben Hans-Joachim Slischka waren auch Prof. Dr. Wenge (im Ruhestand, früher HTWK Leipzig), Gerhard Schade (Jenaer Anlagen, Service und Instandhaltungs GmbH), Rudi Danek (Vertriebsmitarbeiter RZB) und Rainer Barth (Abteilungsleiter Stadtbeleuchtung, Verkehrs- und Tiefbauamt der Stadt Leipzig) dort.

Persönliche Anerkennung

Für Jürgen Maier ist der E-Planer-Preis in der Kategorie Energieeffizienz eine schöne Bestätigung seiner Arbeit. "Leider ist in der Ausbildung mittlerweile schon viel Handarbeit weggefallen. Wir mussten z. B. während des Studiums noch zwei Semester Berechnung und Entwerfen absolvieren. Das übernimmt heute der Computer, aber die Ergebnisse sollte man doch abschätzen können. Die Fähigkeit zum Einschätzen von Ergebnissen jeglicher Art benötigt man aber, wenn es ans Tüfteln geht. Und da gibt es immer wieder etwas, vor allem, wenn man sich intensiv mit den neuen Techniken der Beleuchtungstechnik beschäftigt. Abschließend meint er noch mit einem Augenzwinkern: "Ich habe ja noch mehrere Ideen in der Hinterhand. Vielleicht bewerbe ich mich ja noch einmal!"
Bewerben Sie sich noch bis zum 30.06. für den E-Planer-Preis 2017!

Autor
Name: Lana Geißler