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Foto: Manny Becerra/Unsplash.com
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Photovoltaik

VDI-Statusreport: Wachstum und Herausforderungen in der PV

27.11.2023

Der Solarmarkt wächst dynamisch in Deutschland und weltweit. Die Solarbranche ist optimistisch, die Ziele der Bundesregierung zu erreichen, bis 2030 die installierte PV-Leistung von heute etwa 78 auf 215 GW fast zu verdreifachen. Die Voraussetzung ist allerdings, dass weitere Marktbarrieren abgebaut und der Energiemarkt an die Erfordernisse der Solar- und Windenergie angepasst wird, steht im neuen VDI-Statusreport Photovoltaik.

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Die Solarenergie entwickelt sich kontinuierlich weiter und strebt an, eine wesentliche Säule der Stromversorgung in Deutschland zu werden. Im Jahr 2022 erreichte der Anteil des Solarstroms bereits 11,1 % des Gesamtstromverbrauchs. Im Jahr 2023 wird ein Zubau an neuen PV-Anlagen von etwa 13 GW erwartet und damit deutlich mehr als die 9 GW, die von der Bundesregierung angestrebt wurden. "Damit gehört Deutschland wieder zu den Treibern des Photovoltaik-Ausbaus in Europa", so Gerhard Stryi-Hipp, Co-Vorsitzender des VDI-Fachausschusses Regenerative Energien und Mitarbeiter des Fraunhofer ISE.

"Die Marktdynamik belegt das starke Interesse der Bevölkerung und der Investorinnen und Investoren an der klimaneutralen Solarstromerzeugung und das große Entwicklungspotential des Photovoltaik-Marktes, wenn die Rahmenbedingungen stimmen." Allerdings betont er auch die damit verbundenen Herausforderungen. "Damit die hohe Versorgungssicherheit auch bei weiter steigenden Anteilen von fluktuierendem Solar- und Windstrom erhalten bleibt, muss der Energiemarkt zwingend weiterentwickelt werden."

Dass es durchaus noch Herausforderungen gibt, bekräftigt auch Dipl.-Ing. Stefan Müller von Enerparc. Er ist ebenfalls Mit-Autor des Statusreports. Im VDI-Podcast "Technik aufs Ohr" sagt er bereits: "Die Überlastung des Netzes werden wir in den kommenden Jahren spüren." Herausforderungen sieht er nicht in den Flächen, sondern im Netzanschluss. "Man muss die Nord-Süd-Trasse haben. Es gibt Bundesländer, die sagen, dass sie das nicht brauchen und wollen. In Schleswig-Holstein haben wir aber diesen Strom. Da ist politisch noch ein dickes Brett zu bohren."


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