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Gerd Ohl, Geschäftsführer der Limtronik GmbH, Bild: Limtronik
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Industrie 4.0

Fachkräftemangel zwingt zur Automatisierung

09.10.2023

In vielen Industriebereichen entwickelt sich der Fachkräftemangel zunehmend zur Wachstumsbremse. Der EMS-Dienstleister Limtronik setzt an verschiedenen Stellen verstärkt auf Automatisierung und künstliche Intelligenz, um diese Lücke zu schließen.

Dies führt nicht nur zu einer erhöhten Produktivität, sondern auch zu einer Entlastung der Mitarbeiter. Bei Limtronik gibt es zum Beispiel ein großes Potential für Wertschöpfung durch die automatische Bilderkennung auf bestückten Leiterplatten.

„Wir investieren stark in die Ausbildung von Nachwuchstalenten und legen sehr großen Wert darauf, Menschen zu bilden und auszubilden. Dennoch steht die Elektronikbranche, wie auch viele andere Branchen, der Herausforderung gegenüber, dass es zu wenig verfügbare Arbeitskräfte für diverse Tätigkeiten gibt. Für unseren Bereich sehe ich daher hohes Potential im Bereich der Automatisierung“, erklärt Gerd Ohl, Geschäftsführer der Limtronik GmbH. „Wir sind förmlich gezwungen, den Fokus darauf zu legen, um den Fachkräftemangel auszugleichen. Gleichzeitig hilft uns die Automatisierung natürlich, die Produktivität in der heute von Schnelligkeit und Veränderungen geprägten Fertigung hochzuhalten.“

Der EMS-Dienstleister produziert in seiner Elektronik-Fabrik bereits seit einigen Jahren nach Industrie 4.0-Maßstäben. Neben Prozessoptimierung konzentriert sich das Unternehmen auf Datenerhebung, -sortierung und -analyse sowie die Weiterverarbeitung für wertschöpfende Geschäftsmodelle.

Qualitätsbewertung von Leiterplatten mit KI-Analysen

Limtronik ist ein Gründungsmitglied der Industrie 4.0-Initiative SEF Smart Electronic Factory e.V. und setzt sich aktiv für die Förderung von Projekten zur digitalen Transformation in Unternehmen ein. Das Unternehmen testet Lösungen für verschiedene Anwendungsfälle und teilt bewährte Verfahren, um die Digitalisierung in der Industrie voranzutreiben.

In Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des SEF entwickelt das Unternehmen verschiedene Anwendungsfälle für die Automatisierung in Fabriken. Ein Beispiel ist eine Lösung, die KI-Techniken und Bildverarbeitung in der Bestückung einsetzt. Ein Ziel dabei ist unter anderem, Rückschlüsse auf die Qualität von Leiterplatten zu ziehen.

Limtronik setzt somit auf gezielte Automatisierungsmaßnahmen, um schneller und besser fertigen zu können, aber auch die bestehende Fachkräftelücke zu schließen. „Unsere Mitarbeitenden müssen nicht den Fachkräftemangel ausgleichen, sondern können sich auf Tätigkeiten konzentrieren, die individuelle Entscheidungen und Fähigkeiten erfordern. Jede Routineaufgabe, die von Software übernommen wird, entlastet bestehende Fachkräfte und erfordert keine neuen“, sagt Gerd Ohl.