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Bild: VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.
Elektrotechnik | Normen und Vorschriften | Innungen und Verbände

Standardisierung

Smart-Standards rechnen sich

29.04.2024

DIN und DKE haben erstmalig bewertet, welcher betriebswirtschaftliche Nutzen durch Smart-Standards entsteht.

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Der Einsatz von Smart-Standards besitzt das Potential, den Umsatz eines Unternehmens um bis zu 60 % zu steigern – der Digitalisierungsgrad der Unternehmen sowie der bereitgestellten Normen spielen dabei die entscheidende Rolle. Das haben DIN und DKE jetzt im Rahmen der Initiative Digitale Standards (IDiS) ermittelt. Untersucht wurde, wie sich der Einsatz von Smart-Standards jeweils auf die Prozessqualität, die Produktqualität und das Umsatzpotential von Unternehmen auswirkt und welchen Einfluss sie auf die Beschäftigten oder die Organisation haben. Der zeitliche Aufwand reduziert sich demnach deutlich. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden entlastet und können sich auf andere Aufgaben konzentrieren. Die Sachkosten lassen sich in etwa halbieren, während sich die Zahl der abgewickelten Aufträge im günstigsten Fall sogar verdoppeln lässt.

Die Anwendung und Nutzung von Normen benötigt bisher viele manuelle Einzelschritte. Die Informationen aus der entsprechenden Norm müssen dabei weitestgehend von Menschen erfasst, extrahiert und in andere Systeme übertragen werden. Dabei müssen viele Dokumente recherchiert, beschafft und gelesen werden. Außerdem müssen die Mitarbeiter einschätzen, welche Normen und Informationen speziell für das jeweilige Unternehmen und Produkt relevant sind. Hinter und zwischen jedem dieser genannten Prozessschritte steht zudem das Risiko eines Informationsübertragungsfehlers, der die gesamte Prozesskette und damit ein Produkt in all seinen Facetten (Safety, Security, Performance, Kosten und damit Marktakzeptanz) betreffen kann.

Beispiel: Produktentwicklung in mittelständischem Betrieb

Dieser Aufwand lässt sich kosteneffektiv verringern, wenn die Bereitstellung und Anwendungsunterstützung von Normen durch digitale Services erfolgt, die Smart-Standards voraussetzen. Unter anderem können Prozessdurchlaufzeiten verkürzt und die Rechtssicherheit in der Normenanwendung des Unternehmens verbessert werden, indem IT-gestützt die Vollständigkeit, Aktualität, Richtigkeit, Redundanzfreiheit und Konformität der Normenanwendung sichergestellt wird. Das zeigen die Expertinnen und Experten von DIN und DKE exemplarisch am Beispiel der Produktentwicklung in einem mittelständischen Maschinenbaubetrieb.

Umsatzsteigerung zwischen 32 und 60 % möglich

In den betrachteten Szenarien können mit Smart-Standards bei gleichem Personaleinsatz zwischen 50 und fast 100 % mehr Aufträge bearbeitet werden. Bei den Kosten wird deutlich, welches Volumen an Personal- und Sachkosten im Unternehmen jährlich mit dem Thema Normenanwendung verbunden sein kann und dass mit einer Transformation eine jährliche Kostenreduktion zwischen knapp 50 und rund 65 % möglich wäre. Zudem liegt die Umsatzsteigerung zwischen 32 und 60 %.

DKE-Geschäftsführer Michael Teigeler: "Mit dem jetzt vorgelegten Whitepaper zeigen wir, dass sich Smart-Standards letztlich auch betriebswirtschaftlich für ein Unternehmen auszahlen. Damit werden Normen vom Management nicht mehr nur als Kostenfaktor wahrgenommen. Sie sind ein entscheidender Wettbewerbsvorteil und Innovationstreiber. Smart-Standards tragen dazu bei, den Standort Deutschland zu stärken.“


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